30. Mai 2021, 18:59 Uhr

Wissler Spitzenkandidatin

30. Mai 2021, 18:59 Uhr
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Von DPA
Janine Wissler ist die Spitzenkandidatin der Partei Die Linke. FOTO: DPA

Gießen - Linken-Chefin Janine Wissler ist von der hessischen Linkspartei auf Platz eins der Kandidatenliste für die Bundestagswahl gewählt worden. Die 40-Jährige erhielt am Sonntag bei einem Parteitag in Gießen gut 84 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten hatte sie nicht. »Es geht um einen grundlegenden Richtungswechsel bei dieser Bundestagswahl«, sagte die Spitzenkandidatin nach ihrer Wahl. »Wir sind die politische Kraft, die einen Pol der Hoffnung von links bildet.«

Wissler forderte ihre Parteimitglieder auf, sich im Wahlkampf für eine starke Linke zu engagieren, »die verankert ist in Gewerkschaften und in den sozialen Bewegungen, die innerhalb und außerhalb der Parlamente für soziale Gerechtigkeit, den sozial-ökologischen Umbau, Antirassismus, bezahlbare Mieten, eine konsequente Friedenspolitik und Bildungsgerechtigkeit eintritt«.

Knappes Votum für Al-Dailami

Die Politikerin war Ende Februar zur neuen Co-Vorsitzenden der Linkspartei gewählt worden. Sie führt die Bundespartei gemeinsam mit der thüringischen Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow.

Petra Heimer und Jan Schalauske waren am Samstag in Gießen als Parteivorsitzende in Hessen bestätigt worden. Schalauske wurde ohne Gegenkandidaten mit 77,5 Prozent wiedergewählt. Heimer setzte sich mit 65,54 Prozent gegen Danielle Licherere aus Frankfurt durch.

Auf Platz zwei der hessischen Liste für die Bundestagswahl wurde der stellvertretende Bundesvorsitzende Ali Al-Dailami mit 52 Prozent der Stimmen gewählt. Al-Dailami ist Fraktionschef der Gießener Linke, die zusammen mit den Grünen und der SPD neuerdings die Mehrheitskoalition im Gießener Stadtparlament bildet.

Al-Dailamis Gegenkandidat, der Bundestagsabgeordnete Achim Kessler, erhielt 48 Prozent der Stimmen. Auf Platz drei wurde die Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz nominiert. Sie bekam 79,8 Prozent der Stimmen und hatte keinen Gegenkandidaten. Kessler unterlag auch bei der Wahl für Platz 4. Gewählt wurde der Bundestagsabgeordnete Jörg Cezanne mit 51 Prozent der Stimmen. dpa



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