08. September 2021, 20:45 Uhr

Studie sieht Potenzial für Straßenbahn nach Bad Vilbel

08. September 2021, 20:45 Uhr
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Aus der Redaktion
Als beste Variante für den Bau einer Straßenbahn hat sich laut Bahn bis in das Neubaugebiet westlich des Vilbeler Nordbahnhofs herausgestellt. SYMBOLFOTO: DPA

Bad Vilbel - Ist der Bau einer Straßenbahn von Frankfurt nach Bad Vilbel sinnvoll und machbar? Diese Frage beantwortet eine Potenzialstudie nun positiv, die im Jahr 2020 von den Nachbarstädten Bad Vilbel und Frankfurt in Auftrag gegeben wurde.

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt, und Sebastian Wysocki, Erster Stadtrat der Stadt Bad Vilbel, haben das Ergebnis vorgestellt. Danach ist der Bau der Straßenbahn machbar. Als beste Variante hat sich laut Mitteilung die Führung der Bahn bis in das Neubaugebiet westlich des Vilbeler Nordbahnhofs herausgestellt. Gutachter des Beratungsunternehmens Ramböll empfehlen als nächste Schritte eine vertiefende Machbarkeitsstudie sowie eine fundierte Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU), von deren Ergebnis die Bereitstellung von Fördermitteln durch Bund und Land abhänge. Es bestehen nach Einschätzung der Gutachter gute Chancen, die Förderfähigkeit klar zu erreichen. Sie rechnen mit bis zu 2600 zusätzlichen Fahrten pro Tag im umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr.

Der Frankfurter Verkehrsdezernent Oesterling begrüßt das Ergebnis der Studie gerade in Hinblick auf die Feinstaubbelastung in der Friedberger Landstraße. »Die Umstellung einer mit Dieselbussen betriebenen Linie auf die elektrische Straßenbahn hat klare ökologische Vorteile und ist für die Fahrgäste attraktiv.«

Für Wysocki ist das Ergebnis der Studie Anlass, die politische Diskussion über die Straßenbahn in Bad Vilbel fundiert fortzuführen: »Die Straßenbahn hat das Potenzial förderfähig zu sein. Die Studie zeigt aber auch Aspekte auf, wie den städtebaulichen Eingriff sowie die Folgekosten für den Betrieb der Straßenbahn, die von der Stadt zu tragen sein würden. Die Vor- und Nachteile werden wir nun gegeneinander abzuwägen haben, bevor die städtischen Gremien die nächsten Schritte gehen.« Die Potenzialstudie finanzierten die Stadt Bad Vilbel und der ZOV zu je 25 Prozent, die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ übernahm 50 Prozent der Kosten und hatte das Gutachten durchführen lassen. Die Folgekosten für den Betrieb der Straßenbahn wären von den beiden Nachbarstädten zu tragen. Bislang fährt die Buslinie 30 von Frankfurt nach Bad Vilbel mit täglich bis zu rund 5000 Fahrgästen. red



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