09. November 2020, 21:18 Uhr

Start der Kampagne 116117

09. November 2020, 21:18 Uhr

Wiesbaden - Die Kassenärztliche Vereinigung (KVH) und die Landesregierung rufen die Hessen in der Erkältungszeit dazu auf, wegen der Corona-Pandemie nicht einfach ohne Termin zum ärztlichen Bereitschaftsdienst zu gehen. »Bei Erkältungssymptomen müssen wir derzeit immer auch eine Corona-Infektion in Betracht ziehen«, erklärte der KVH-Vorsitzende Frank Dastych gestern in Wiesbaden. Daher sei es wichtig, die Versorgung von Patienten mit Husten, Schnupfen oder Fieber von der Versorgung anderer Patienten zu trennen. Um zu erfahren, wann die Patienten in die Bereitschaftsdienstzentralen gehen können, sollten sie vorab die Nummer 116 117 wählen.

Sozialminister Kai Klose (Grüne) machte sich ebenfalls stark für die Kampagne: Eine effektive Steuerung sei in allen Situationen der Corona-Pandemie ein essenzielles Element. Das gelte für den ambulanten Bereich genau wie für die stationäre Krankenhausversorgung. Über die Telefonnummer können sich die Bürger beraten lassen, ob und wo ein Corona-Test durchgeführt werden sollte. Mit mehr als 400 Großflächenplakaten sowie Postern soll für die Kampagne geworben werden, ebenso mit Hinweisen in Bürgerämtern sowie bei Ärzten. Die Kosten für die Kampagne liegen bei rund 300 000 Euro und werden von der Kassenärztliche Vereinigung getragen.

AfD klagt gegen Maskenpflicht

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen steigt weiter deutlich an. Binnen eines Tages kamen 883 Fälle hinzu, wie aus Daten des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) von Montag hervorgeht (Stand 0 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Fälle lag bei 54 043. Insgesamt 758 Todesfälle werden mittlerweile mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das waren fünf mehr als am Vortag. Nach Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen hessenweit am Montag 271 Corona-Patienten auf Intensivstationen (Stand 12.15 Uhr). 141 der Patienten wurden beatmet, sieben mehr als am Vortag.

Unterdessen will die AfD-Fraktion gegen die Maskenpflicht im Landtag klagen. In Teilen des Frankfurter Stadtgebiets müssen Fußgänger auch zukünftig eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Den Eilantrag eines Mannes gegen eine Maskenpflicht hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt abgelehnt, wie es gestern hieß. Aus »übergeordneten Gründen des Gemeinwohls« sei die Maskenpflicht hinzunehmen, begründeten die Richter ihre Entscheidung. dpa

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