05. Juli 2021, 22:23 Uhr

Schwarzarbeit in Millionenhöhe

05. Juli 2021, 22:23 Uhr

- Weil er in einem Gleisbauunternehmen an Schwarzarbeit im Umfang von rund sieben Millionen Euro mitgewirkt hatte, ist ein 40 Jahre alter Bauingenieur am Montag in Frankfurt zu einem Jahr und zehn Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht setzte darüber hinaus eine Geldauflage in Höhe von 25 000 Euro für den geständigen Angeklagten fest. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Aktenzeichen 7830 Js 252260/20)

Das von seinem Bruder und seinem Cousin geleitete Unternehmen hatte zwischen 2016 und 2019 bis zu 100 Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß bei der Renten- und Krankenversicherung angemeldet. Das Geld, das die Mitarbeiter auf die Hand bekamen, generierte sich aus diversen Scheinrechnungen an verschiedene Subunternehmen. Den Versicherungsträgern wurden insgesamt rund sieben Millionen Euro vorenthalten.

Mit weiteren 4,5 Millionen Euro schlug die Hinterziehung von Steuern zu Buche. Dieser Teil der Anklage wurde jedoch durch Verfahrenseinstellung erledigt.

Die beiden Haupttäter wurden vom Landgericht bereits zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Den 40-Jährigen sahen Gericht und Staatsanwaltschaft lediglich als Gehilfen an, der allerdings die dubiosen Praktiken der Firma über Jahre hinweg akzeptiert und gedeckt habe.

Vor dem Hintergrund des umfassenden Geständnisses sei eine Bewährungsstrafe aber noch vertretbar, hieß es im Urteil. DPA

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