09. März 2021, 19:37 Uhr

Schritte in den Schulalltag

09. März 2021, 19:37 Uhr

Wiesbaden - Hessen bahnt die schrittweise Rückkehr in den Präsenzunterricht an. Während der eingeschränkte Regelbetrieb für Grundschüler nach den Osterferien ab Mitte April mit fünf Tagen Unterricht pro Woche geplant ist, soll nach Angaben von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) für alle Klassen ab Jahrgangsstufe fünf dann die Schule im Modell des Wechselunterrichts möglich sein.

Noch vor den Osterferien werden in den Klassen ab Jahrgangsstufe sieben zudem Präsenztage eingerichtet. Diese Regelung soll nach Angaben des Kultusministers ab dem 22. März gelten und auf den Wechselunterricht vorbereiten. Dabei sei mindestens ein Präsenztag pro Woche in der Schule vorgesehen. Voraussetzung für die geplanten Öffnungsschritte sei jedoch, dass der landesweite Corona-Inzidenzwert nicht über 100 steige, sagte Lorz.

Wegen der Corona-Pandemie wird derzeit in Hessen nur für die Schüler der Klassen eins bis sechs Wechselunterricht in der Schule angeboten. Die Jahrgangsstufen sieben bis elf lernen im Distanzunterricht. Alle Abschlussjahrgänge haben dagegen bereits wieder Präsenzunterricht.

Präsenztage zum Eingewöhnen

Die Präsenztage in den zwei Wochen vor den Osterferien sollen nicht dazu da sein, Unterrichtsstoff aufzuholen, betonte Lorz. Es gehe darum, die Kinder nach der langen Zeit wieder an die Strukturen in der Schule zu gewöhnen. Mit der Regelung komme das Land auch dem Wunsch der Landesschülervertretung und des Landeselternbeirats nach.

Der Kultusminister kündigte ein verstärktes Impfen der Lehrer und der Beschäftigten an den Schulen an. Seit wenigen Tagen werde das Personal an den Grund- und Förderschulen priorisiert geimpft. Diese Gruppe von 30 000 Personen entspreche rund 50 Prozent aller Lehrkräfte in Hessen. »Wir streben an, nach Ostern auch den Lehrkräften und dem sonstigen Personal anderer Schulformen ein Impfangebot zu machen«, sagte Lorz. Dazu werde es weiter die wöchentlichen anlasslosen Corona-Tests für Lehrer und das schulische Personal geben. Auch werde daran gearbeitet, nach den Osterferien regelmäßige Selbsttests anzubieten. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) teilte mit, dass das Land neun Millionen Antigen-Schnelltests bestellt habe. »Die Selbsttests sind - neben den Schnelltests durch professionelle Anwender - ein weiteres Mittel, um flexibel zu testen.« Nach der Lieferung sollen die Selbsttests für Schüler, Lehrkräfte und Kita-Erzieherinnen bereitgestellt werden. dpa

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