28. Juli 2021, 21:42 Uhr

Ringelnatter am Gartenteich

28. Juli 2021, 21:42 Uhr

- Ob an Bahndämmen, trockenen Wegrändern, sonnigen Plätzen auf Wiesen oder am lauschigen Gartenteich - im Sommer können an vielen Orten in Hessen Schlangen beobachtet werden, auch in Gärten. Wie der NABU-Landesvorsitzende Gerhard Eppler erklärt, wüssten viele Menschen nicht, dass fast alle heimischen Schlangen völlig ungefährlich seien. »Die häufigsten hessischen Schlangen, die Ringelnatter und die Schlingnatter, haben keine Giftzähne. Sie verschlingen einfach ihre Beute, die meist aus Eidechsen, Mäusen, Fröschen oder Insekten besteht«, sagt Biologe Eppler. Am besten sei es, die streng geschützten Tiere in Ruhe zu lassen und sich daran zu freuen, sie beobachten zu können. »Während das Frühjahr für die eher trockenliebenden Schlingnattern nicht ganz so ideal war, kommen Ringelnattern als Wasserfans dieses Jahr voll auf ihre Kosten.« Ab Anfang August lassen sich die ersten Jungtiere dieses Jahres finden. Von den vier in Hessen vorkommenden Schlangenarten ist einzig die Kreuzotter giftig. Die äußerst seltene Schlange kann nur noch im Spessart, in der Rhön und im Werra-Meißner-Kreis beobachtet werden. Die vierte heimische Schlange, die Äskulapnatter, kommt primär an besonders warmen Berghängen im Rheingau und südlichen Odenwald vor. Die Anwesenheit von Schlangen im Garten zeige, dass er ökologisch intakt sei, sagte Eppler. pm

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