30. September 2021, 20:21 Uhr

Positiver Trend setzt sich fort

30. September 2021, 20:21 Uhr
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Von DPA

Nürnberg/Frankfurt/Gießen - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September dank einer Herbstbelebung auf 2 465 000 gesunken. Das sind 114 000 weniger als noch im August und 382 000 weniger als im September 2020, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,4 Prozent.

Damit ist noch nicht ganz der Stand aus der Zeit vor der Corona-Krise erreicht. Im September 2019 lag die Arbeitslosenquote bundesweit bei 4,9 Prozent. Im September 2020 hatte sie bei 6,2 Prozent gelegen.

Entspannung meldet die Bundesagentur auch bei der Kurzarbeit. Vom 1. bis zum 26. September seien Anzeigen für Kurzarbeit von 70 000 Personen eingegangen.

Auch in Hessen lässt der Arbeitsmarkt die Corona-Krise zunehmend hinter sich. Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur berichtete von einer deutlichen Erholung im September. Demnach waren 168 295 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 9222 weniger als im August und 32 438 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank erstmals seit Krisenbeginn wieder unter die Fünf-Prozent-Marke. Zum Stichtag 13. September lag sie bei 4,9 Prozent. Zuletzt war im März 2020 eine Arbeitslosenquote von unter fünf Prozent verzeichnet worden mit damals 4,5 Prozent.

»Die Betriebe melden deutlich mehr offene Stellen als noch im letzten Jahr«, sagte Direktionschef Frank Martin laut Mitteilung. Davon profitierten aktuell auch viele Arbeitslose. Martin sieht gute Chancen, dass sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten weiter erholt.

Junge Menschen profitieren

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen - dem Kreis Gießen, dem Wetteraukreis und dem Vogelsbergkreis - waren im September 16 900 Menschen erwerbslos. Im Vergleich zum Vormonat waren 882 Personen oder fünf Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 auf 4,5 Prozent. Im September des Vorjahres waren 2600 Erwerbslose mehr registriert.

»Besonders junge Menschen haben von der guten Arbeitsmarktlage profitiert und eine Beschäftigung aufgenommen«, sagte Michael Beck, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Gießen laut Mitteilung.

Doch eine Entwicklung sieht er mit Sorge: »Trotz anhaltend guter Stimmung am hiesigen Arbeitsmarkt ist der Zugang an offenen Arbeitsstellen rückläufig. Das sollten wir zwar nicht überbewerten, dennoch könnte es ein Hinweis auf eine erneute Unsicherheit der Betriebe zu Herbstbeginn und möglichen Einschränkungen sein.«

Der bundesweite Trend zum Rückgang der Kurzarbeit zeigt sich auch in Mittelhessen. Im September haben 1262 kurzarbeitende Betriebe im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen einen Antrag auf Auszahlung von Kurzarbeitergeld gestellt und auch bewilligt bekommen. Das waren 254 betroffene Betriebe weniger als im Vormonat August.

Im Kreis Gießen waren im September insgesamt 8052 Menschen erwerbslos gemeldet, 251 Arbeitslose weniger als im Vormonat August. Im Vorjahr waren 983 Personen oder 10,9 Prozent mehr registriert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 auf 5,4 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 6,1 Prozent.

Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat um 488 Personen auf jetzt 6847 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren damals 1284 oder 15,8 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 auf 4,0 Prozent. Im September 2020 lag sie bei 4,8 Prozent.

Im Vogelsbergkreis waren im Monat September 2001 Personen erwerbslos gemeldet. Das waren 143 weniger zu August und 333 Personen oder 14,3 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat September. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Im September 2020 lag die Quote bei 4,0 Prozent. dpa/pm



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