23. November 2020, 21:51 Uhr

Neubau für Marburger Anatomie nimmt Form an

23. November 2020, 21:51 Uhr
Der Rohbau steht , das Richtfest allerdings musste ausfallen. Zum Wintersemester 2022/23 sollen erstmals Studenten in der neuen Anatomie lernen können. FOTO: PM

- Das Institut für Anatomie und Zellbiologie bekommt ein neues Institutsgebäude mit Lehr- und Laborräumen auf dem Campus Lahnberge. Der Rohbau ist weitgehend fertiggestellt. Voraussichtlich zum Wintersemester 2022/23 soll das Gebäude in Betrieb genommen werden.

In erster Linie sollen dort Praktika für das Studium der Human- und Zahnmedizin stattfinden. Die Forschungslabore und die Büros der Wissenschaftler werden im benachbarten Synmikro-Modulbau untergebracht. Synmikro, das Zentrum für synthetische Mikrobiologie, wird 2021 den neuen Forschungsbau - ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft - beziehen.

Nach jetzigem Stand wird der neue Anatomie-Bau inklusive Ersteinrichtung rund 17 Millionen Euro kosten. Es entstehen 1700 Quadratmeter Nutzfläche. Die Philipps-Universität ist Bauherr.

»Mit unserem Hochschulinvestitionsprogramm HEUREKA, das jetzt bereits in die dritte Auflage geht, unterstützen wir die bauliche Entwicklung der hessischen Hochschullandschaft bis 2031 mit 5,7 Milliarden Euro«, sagt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. »Mit der Verlagerung des Instituts für Anatomie und Zellbiologie aus der Stadtmitte heraus stärken wir die Medizinfakultät auf dem Campus Lahnberge.«

Der Neubau für die Anatomie wurde aufgrund einer neuen Festsetzung der Formaldehyd-Grenzwerte dringend erforderlich. Das bestehende, 1902 fertiggestellte Anatomie-Gebäude in der Robert-Koch-Straße in der Marburger Innenstadt kann aus statischen Gründen nicht mit der notwendigen Lüftungs- und Absaugtechnik nachgerüstet werden. Im Neubau wird eine neue Technologie realisiert, die die Einhaltung der Formaldehyd-Grenzwerte in den Unterrichtsräumen ermöglicht.

»Der Neubau der Anatomie wird eine Lern- und Forschungsumgebung auf neuestem Stand bieten. Wir freuen uns, dass der Bau bald für die Ausbildung sowie für Wissenschaftler zur Verfügung stehen wird«, sagt die Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Dr. Katharina Krause.

Der Bau wird zwei Präparier-säle, einen Histologiesaal, Seminarräume, eine Prosektur zur Konservierung und Vorbereitung der Körperspenden sowie Räumlichkeiten für die Haustechnik beherbergen. Wegen des Gefälles im Baugelände erscheint der Bau nach Norden hin zweigeschossig, nach Süden sind drei Geschosse sichtbar. Im Westen entsteht ein Vorplatz, der mit einer Freitreppe die unterschiedlichen Ebenen verbindet. pm

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anatomie
  • Bauherren
  • Mikrobiologie
  • Philipps-Universität Marburg
  • Zahnmedizin
  • Zellbiologie
  • Marburg
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos