Hessen

Mehr als 2000 Schüler sind »abgetaucht«

Wiesbaden - Mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler sind während der Pandemie vom Radar der Schulbehörden verschwunden. Diese Zahl nannte das Kultusministerium auf eine Kleine Anfrage der SPD im hessischen Landtag.
15. Juli 2021, 20:37 Uhr
DPA

Wiesbaden - Mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler sind während der Pandemie vom Radar der Schulbehörden verschwunden. Diese Zahl nannte das Kultusministerium auf eine Kleine Anfrage der SPD im hessischen Landtag.

2126 Schülerinnen und Schüler seien im Zeitraum von März 2020 bis Februar 2021 den Staatlichen Schulämtern als »abgetaucht« gemeldet worden. Das entspricht laut Ministerium rund 0,3 Prozent aller Schüler an öffentlichen Schulen. Die Schulämter notierten bei ihnen insgesamt knapp 41 000 Fehltage. Im Vergleich zum Jahr 2019 seien die Zahlen aber gesunken.

Bisher sei wenig über das Problem bekannt, bemängelte die Fragestellerin von der SPD. »Immer wieder berichten jedoch Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen, die in der Stadtteil- und der Schulsozialarbeit tätig sind, dass Kinder und Jugendliche im Lockdown einfach von der Bildfläche verschwinden.«

Kultusminister Alexander Lorz gab zu, »dass aufgrund der Coronavirus-Pandemie von einem höheren Belastungserleben bei Schülerinnen und Schülern auszugehen ist«. dpa

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