21. Juli 2021, 21:48 Uhr

Material und taktische Pläne

21. Juli 2021, 21:48 Uhr

Wiesbaden - Mehr als 70 Millionen Euro hat die hessische Landesregierung in den vergangenen Jahren in die Ausstattung, Ausbildung und technische Modernisierung des Katastrophenschutzes im Land investiert. Mit dem Geld sei die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz seit dem Jahr 2008 von 278 auf rund 600 ausgebaut worden, teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit. Neben der steigenden Gefahr von Waldbränden habe das Land bei den Investitionen auch auf die Bedrohung durch Starkregen- und Sturmereignisse reagiert und seine Einsatzmittel speziell für dieses Aufgabengebiet aufgestockt.

Den Katastrophenschutzeinheiten stünden dafür unter anderem neun Abrollbehälter »Starkregen« mit Pumpen und Wasserrückhaltesystemen, neun Abrollbehälter »Sandsack-Energie« mit Sandsackfüllmaschinen und fünf Abrollbehälter »Löschwasserversorgung« mit Hochleistungspumpen im Land zur Verfügung. Dazukommen den Angaben zufolge 26 Gerätewagen Logistik 1 »Hochwasserschutz« sowie drei Abrollbehälter »Hochwasser« mit 2000 Metern Quickdamm Hochwasserschutzsystem. Rund 1,5 Millionen Sandsäcke seien zudem im Katastrophenschutzzentrallager in Wetzlar vorrätig.

Betreuungspakete

Neben den Einsatzmitteln bekämen die Katastrophenschutzeinheiten aber auch die notwendigen taktischen Vorgaben vom Land an die Hand, um Großschadenslagen bewältigen zu können, berichtete das Ministerium von Ressortchef Peter Beuth (CDU). Im hessischen Katastrophenschutzkonzept befänden sich seit dem Jahr 2010 zahlreiche Sonderschutzpläne, darunter Hochwasserschutzplanungen für die Flüsse Rhein, Main, Fulda, Werra, Weser, Diemel und Lahn. Mit der Einführung der Sonderschutzpläne »Betreuung« seien im Jahr 2018 zudem wichtige Regelungen des Katastrophenschutzkonzeptes konkretisiert worden. Um landesweit in Hessen für Notfälle gut aufgestellt zu sein, wurden nach Angaben des Ministeriums allen Unteren Katastrophenschutzbehörden im Jahr 2018 »Basispakete Betreuung« angeboten. Dieses Paket bestehe aus jeweils 2000 Feldbetten und 2000 Wolldecken. dpa

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