11. November 2021, 22:22 Uhr

Mann unter Terrorverdacht

11. November 2021, 22:22 Uhr
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Von DPA

Kassel/Frankfurt - Wegen Terrorverdachts ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 20-Jährigen aus dem nordhessischen Spangenberg. Bei dem jungen Mann seien unter anderem rund 600 selbst gebaute Kleinsprengkörper gefunden worden, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadia Niesen, gestern. Auch ein rassistisches Manifest wurde demnach entdeckt. Der Auszubildende befinde sich seit Mitte September in Untersuchungshaft.

Die Vorwürfe lauten Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, sagte Niesen. Die Wohnung des Verdächtigen in der Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis sei ursprünglich wegen eines möglichen Waffendelikts durchsucht worden. Dann seien die Sprengkörper sowie sechs sogenannte Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) gefunden worden, die sich beispielsweise als Brief- oder Paketbomben einsetzen lassen.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft wird hessenweit hinzugezogen, wenn ein Terrorverdacht nach Paragraf 89a des Strafgesetzbuches im Raum steht, also die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Es drohen bis zu zehn Jahre Haft. dpa



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