29. Dezember 2020, 20:06 Uhr

Kurioses und Krasses aus dem Polizeibericht

29. Dezember 2020, 20:06 Uhr
Ein etwas anderer Blick in den Polizeibericht des Jahres 2020. FOTO: DPA

Wiesbaden - Viel zu lachen hat es im Krisenjahr 2020 nicht gegeben, auch nicht bei der Polizei. Doch einige Einsätze haben auch die Ordnungshüter zum Kopfschütteln oder Schmunzeln gebracht. Hier eine kleine, völlig subjektive Auswahl:

Unverbesserlicher Typ - Gleich zweimal in einer Nacht ziehen die Beamten im September in Heppenheim (Kreis Bergstraße) einen betrunkenen Autofahrer aus dem Verkehr. Zunächst werden bei dem 29-Jährigen, der wegen seiner unsicheren Fahrweise auffiel, per Atemtest 2,16 Promille Alkohol gemessen. Den Führerschein kann die Polizei nicht einziehen - der Autofahrer hatte ihn schon zuvor abgeben müssen. Die Weiterfahrt wird ihm untersagt. Doch nur wenige Stunden später fällt der Mann erneut am Steuer auf - diesmal mit 2,51 Promille.

Blender unterwegs - Im wahrsten Sinne des Wortes als blendende Erscheinung ist der Polizei im August in Frankfurt ein Lkw-Fahrer aufgefallen. Er hatte insgesamt 19 Scheinwerfer an der Fahrzeugfront montiert. Das Fernlicht war nach Angaben der Polizei so geklemmt, dass sämtliche Scheinwerfer bei Aktivierung nach vorne leuchteten. Weil weitere Mängel auffielen, durfte der Mann schließlich nicht mehr weiterfahren - auch nicht mit weniger Licht.

Junger Hilfspolizist - Unverhoffte Hilfe von einem Jungen aus Wiesbaden hat die Polizei im Juli auf der ostfriesischen Urlaubsinsel Borkum bekommen. Der zwölfjährige Willi verfolgte an der Strandpromenade einen Dieb und half so den Beamten, den Mann zu stellen. Er hatte diesen zuvor beobachtet, wie er ein Portemonnaie geklaut hatte, in dem sich die Einnahmen von einer Anlage mit großen Trampolinen befanden, die in Ferienorten oft in Strandnähe aufgebaut sind. Die Polizei handelt den mutigen Willi später als neues Mitglied der aus der Hörspielreihe bekannten Detektive »Die drei ???«.

Leichtes Spiel - Relativ leicht gemacht hat es ein mutmaßlicher Serieneinbrecher der Polizei in diesem Jahr in Nordhessen. Er trug so auffällige Kleidung, dass ihm die Ermittler auf die Schliche kamen: Er trug eine Bommelmütze, eine tarnfarbene Jacke, eine Jogginghose und Marken-Badeschlappen und war - was er vermutlich nicht wusste - von Überwachungskameras gefilmt worden. »Es ist nur zu vermuten, dass er aufgrund seiner eng getakteten Einbruchsvorhaben möglicherweise keine Zeit dazu gefunden hat, die Kleidung zu wechseln«, erklärte die Polizei im Mai.

Polizeischutz - Echten Polizeischutz hat Anfang April ein zweijähriges Kind bekommen. Weil die alleinerziehende Mutter zur Entbindung ihres zweiten Kindes mitten in der Nacht ins Krankenhaus musste und die Babysitterin noch nicht da war, sprangen kurzerhand die Beamten ein. Sie passten auf das Kind auf, bis die echte Babysitterin eingetroffen war.

Explosiver Fund - Und dann war da noch der Angler in Wiesbaden, der im Mai eine scharfe Handgranate aus dem Rhein zog. Er reagierte aber richtig und legte den Sprengkörper vorsichtig ab. Die alarmierte Polizei schaltete den Kampfmittelräumdienst ein, der die Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg schließlich gefahrlos abtransportierte. dpa

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