04. März 2021, 20:17 Uhr

Klimawandel in der Rhön

04. März 2021, 20:17 Uhr
Seit 30 Jahren wird die Rhön von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Das Jubiläum soll mit Wanderungen und Aktionstagen gefeiert werden. ARCHIVFOTO: DPA

Hilders - Der Klimawandel und seine Folgen für die Artenvielfalt werden in den kommenden Jahren im Fokus der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Biosphärenreservat Rhön stehen. Sorgen bereiteten derzeit vor allem die Feuchtgebiete wie das Schwarze und Rote Moor sowie die Quellen, die unter mehreren trockenen und heißen Sommern in Folge gelitten haben, wie Vertreter der Verwaltungsstellen des Biosphärenreservats aus Hessen, Bayern und Thüringen am Mittwoch in einer digitalen Pressekonferenz deutlich machten.

Die Folgen der Klimaänderung zeigten sich auch bereits an bestimmten Libellenarten, die in den vergangenen drei Jahren nicht mehr zu finden gewesen seien. Mit einem Monitoring wolle man die Veränderungen erfassen und dokumentieren. Außerdem laufe ein von Hessen finanziertes Forschungsprojekt der Frankfurter Goethe-Universität, das in Handlungsempfehlungen zum Wassermanagement in Landwirtschaft, Privathaushalten und Umwelt münden soll.

Mensch und Natur in Einklag bringen

Am 6. März vor 30 Jahren hatte die UNESCO die Mittelgebirgsregion in dem Dreiländereck als Biosphärenreservat anerkannt. »Seitdem leben wir innerdeutsche Wiedervereinigung in der Rhön«, sagte Ulrike Schade von der Thüringer Verwaltungsstelle. Ziel des Biosphärenreservats sei es, den Mensch und die Natur besser in Einklang zu bringen. Entsprechend den Vorgaben der UNESCO sind deshalb lediglich rund drei Prozent der Gesamtfläche des Biosphärenreservats Rhön von 2433 Quadratkilometern - das entspricht in etwa der Größe des Saarlandes - als sogenannte Kernzone ausgewiesen, die von menschlicher Nutzung, etwa durch die Land- und Forstwirtschaft ausgeschlossen sind. Weitere gut 22 Prozent der Fläche gelten als Pflegezonen, die möglichst naturnah und schonend genutzt werden sollen, die übrigen rund 75 Prozent macht die sogenannte Entwicklungszone mit Dörfern und Städten aus, für die - abgesehen von sonstigen gesetzlichen Bestimmungen - keine besonderen Auflagen gelten.

In den kommenden Monaten soll das Jubiläum gefeiert werden. Geplant seien Aktionstage, Themen-Wanderungen, Märkte mit regionalen Produkten und andere kulinarische Veranstaltungen, Hoffeste, eine Verbrauchermesse, Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene und vieles mehr, sagte Schade. dpa

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