21. Januar 2021, 21:33 Uhr

Ja sagen trotz Pandemie

21. Januar 2021, 21:33 Uhr
Manche Paare empfanden den kleinen Rahmen ihrer Hochzeit als angenehm.

Kassel/Frankfurt - Vielen Paaren hat das Coronavirus einen Strich durch die Hochzeitsplanung gemacht. Die Kontaktbeschränkungen erlaubten vergangenes Jahr meist keine großen Feierlichkeiten - und so verzeichneten viele Standesämter in Hessen einen Rückgang bei den Eheschließungen. Geheiratet wird aber nach wie vor, und an manchen Tagen im neuen Jahr gehen schon die Termine zur Neige.

Nachgefragt sind nach Auskunft der Ämter bisher besonders der 21. 5. 2021 sowie andere Mai-Termine, Schnapszahlen wie der 20. 1. 2021 oder 1. 2. 2021 dagegen kaum. In Fulda nutzten zwei Paare das Datum 2. 1. 2021.

Generell sei das Interesse an solchen leicht zu merkenden Daten in den vergangenen Jahren abgeebbt, sagt Frank Müsken, Leiter des Standesamts in Kassel und Vorsitzender des Fachverbands der hessischen Standesbeamten.

Das vergangene Jahr war laut Müsken von den immer neuen Beschränkungen und Lockerungen geprägt - und damit auch von vielen Terminverlegungen und Absagen. Je nach Verlauf der Pandemie könnten demzufolge in diesem Jahr einige Nachholtermine stattfinden. Darauf sei man vorbereitet.

Im Kasseler Rathaus dürfen derzeit nur die Paare und der Standesbeamte oder die Standesbeamtin beim Jawort dabei sein. Bis zum Sitzplatz gilt Maskenpflicht. »Wir haben einen sehr großen Tisch, sodass mehr als 1,50 Meter Abstand herrschen«, sagt Müsken. Trauungen mit vielen Gästen machten zwar mehr Spaß, doch der Infektionsschutz gehe vor. Verwandte, Bekannte und Freunde könnten auf Wunsch über das Internet, per Skype, zusehen und -hören. In Kassel ging die Zahl der Eheschließungen vergangenes Jahr um 217 auf 838 zurück, in Darmstadt um 95 auf 940.

In Frankfurt dürfen zurzeit nur die Paare sowie eigene minderjährige Kinder mit dem Standesbeamten im Raum sein. Nur zum Jawort darf der Mund-Nase-Schutz abgelegt werden. Die Zahl der Eheschließungen lag bei 2700 statt 3068 wie im Vorjahr. Amtsleiterin Andrea Hart rechnet aber nicht mit einem großen Andrang im neuen Jahr: »Wem es vor allem um das Ja zueinander ging, der hat trotzdem geheiratet.«

Fulda verzeichnete mit 410 Trauungen sogar zwei mehr als im Vorjahr. »In der Anfangs-Corona-Zeit waren viele Paare verunsichert, manche verschoben den Termin. Die meisten Paare nutzten ihren Tag dennoch«, berichtet eine Sprecherin. Paare hätten die Situation bewusst genutzt, da sie den erlaubten kleinen Rahmen als angenehm empfunden hätten. dpa/FOTO: DPA

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