16. August 2021, 21:21 Uhr

Imker unzufrieden

16. August 2021, 21:21 Uhr
Eine Biene sammelt Nektar aus einer Cosmea-Blüte. FOTO: DPA

- Das kalte und nasse Frühjahr hat den hessischen Imkern eine der schlechtesten Honigernten seit Langem beschert. Man gehe von einer »ganz enorm unterdurchschnittlichen« Ausbeute aus, sagte Manfred Ritz, der erste Vorsitzende des Landesverbands hessischer Imker, in Kirchhain. »Wir haben ein Jahr, wie ich es in den letzten 40 Jahren in der Imkerei noch nicht erlebt habe«, sagte er mit Blick auf das Wetter im Frühling, das die Insekten am Ausschwärmen gehindert habe.

»Die Blüten waren da, aber es war regnerisch, nass und kalt. Die Bienen können dann ja nicht raus.« Die Tiere selbst seien aber gut durch die mittlerweile beendete Saison gekommen: »Die haben sich trotzdem gehalten, sie haben ja von ihren Vorräten gezehrt.« Besonders in Südhessen gab es Ritz zufolge Ertragseinbrüche. Im Norden habe man Anfang Juni Glück gehabt, dass der Raps noch geblüht habe, als es warm und sonnig geworden sei.

Der Verbandsvorsitzende schätzte, dass in diesem Jahr durchschnittlich zwölf oder 13 Kilo Honig pro Bienenvolk zusammenkommen. In normalen Jahren liege der Schnitt bei etwa 30 Kilo. Beim Preis müsse sich die »miserable« Ernte nicht zwingend bemerkbar machen - da seien die Imker durchaus »human«. dpa

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