18. August 2021, 22:03 Uhr

Hygienemängel bei Großmetzgerei?

18. August 2021, 22:03 Uhr
Wurstwaren in einer Fleischtheke. SYMBOLFOTO: DPA

- Die Großmetzgerei Wilhelm Brandenburg ist der größte Fleisch- und Wurstlieferant der Rewe-Kette. Das Unternehmen hat unter anderem einen Standort in Frankfurt am Main. Nun haben Lebensmittelkontrolleure laut Informationen des Hessischen Rundfunks gravierende Mängel bei Wilhelm Brandenburg festgestellt.

Der Hessische Rundfunk bezieht sich dabei auf dem Sendehaus vorliegende Kontrollberichte. Laut den Berichten wurden in der Fabrik von Wilhelm Brandenburg im Frankfurter Stadtteil Riederwald zwischen den Jahren 2016 und 2020 Schimmel im Leberkäse-Kühlhaus, auf verschmutzten Flächen und Geräten festgestellt. Doch bis jetzt sollen sich die Hygieneumstände beim Rewe-Lieferanten nicht verbessert haben. Laut Angaben der »Hessenschau« soll der Frankfurter Standort der Großmetzgerei in einigen Jahren schließen.

Kontrollliste zeigt etliche Defizite

Weitere Mängel auf der Kontrollliste aus dem Jahr 2018 und 2019 laut HR: Rost an Betriebsmitteln, »Mängel in der Arbeits- und Betriebshygiene« sowie fehlende Waschmöglichkeiten für Mitarbeiter. Darüber hinaus sei eine Notausgangstür »nicht schädlingssicher«. Weiter heißt es nach Angaben des Hessischen Rundfunks vonseiten der Kontrolleure, dass »das eigenständige Erkennen und das zeitnahe Beheben baulicher Mängel« nach wie vor »unbefriedigend« sei.

Die Stadt Frankfurt betonte gegenüber dem HR, dass Wilhelm Brandenburg im Jahr 2020 Bau- und Sanierungsmaßnahmen eingeleitet habe. Auch vonseiten des Unternehmens Wilhelm Brandenburg heißt es in einem Schreiben an die Redaktion: »Die festgestellten baulichen Mängel aus den Jahren 2020 oder früher haben keinerlei Auswirkungen auf die Produktqualität/-sicherheit und die Arbeitssicherheit.«

Man stehe im »offenen und transparenten Austausch mit den zuständigen Behörden.« Im jüngsten Kontrollbericht aus dem Jahr 2021 habe sich die »bauliche Situation« seit dem Jahr 2019 »verbessert«. Die »Hessenschau« betont, dass die Kontrollberichte der Firma Wilhelm Brandenburg erst nach »Drängen« und »monatelangem Warten« herausgegeben worden seien. red/pm

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