17. November 2021, 21:12 Uhr

HNO-Arzt verurteilt

17. November 2021, 21:12 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA

Bad Homburg/Frankfurt - Ein Arzt aus Bad Homburg ist am Mittwoch wegen der fahrlässigen Tötung eines Patienten zu einer Geldstrafe von 56 000 Euro verurteilt worden. »Hätte er sorgfältig gehandelt, wäre der Tod mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vermieden worden«, sagte der Vorsitzende Richter im Frankfurter Landgericht in seiner Urteilsbegründung. Der Patient hätte stationär aufgenommen werden müssen.

Der erfahrene Hals-Nasen-Ohren-Arzt hatte im Bad Homburger Krankenhaus im Sommer 2018 einen 74-Jährigen behandelt, der am Vortag beim Sturz vom Rad mit dem Hals gegen den Lenker geprallt war. Eigentlich wäre der 59-Jährige als Belegarzt für den Mann in der Notaufnahme nicht zuständig gewesen, doch der einweisende Arzt des Patienten hatte ihn um die Untersuchung gebeten. Dieser war wegen der Symptome wie die zunehmende Schwellung sowie der Einblutung am Hals und die klosige Sprache sehr besorgt um den älteren Mann gewesen, zumal dieser Blutverdünner einnahm. Diese sorgten für eine Einschränkung der Blutgerinnung.

Vor dem Eintreffen des HNO-Arztes hatte bereits eine Assistenzärztin den Patienten untersucht. Schließlich schickten beide Mediziner den heiseren Mann mit dem dick geschwollenen Hals heim. Etwa eine Stunde später lief dieser zu Hause blau an und wurde bewusstlos. Er wurde mit dem Rettungswagen in eine andere Klinik gebracht, dort starb er kurz darauf. Seine Atemwege waren zugeschwollen. dpa



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos