08. Juni 2021, 20:22 Uhr

Prozess fortgesetzt

Gericht fordert Aufklärung von Franco A.

08. Juni 2021, 20:22 Uhr

- Ersteinrichtung und Geldausgabe: In Handyvideos hat der unter Terrorverdacht stehende Bundeswehroffizier Franco A. seine Erfahrungen als angeblicher syrischer Flüchtling dokumentiert. Gestern wurden im Prozess gegen ihn am Oberlandesgericht Frankfurt diese mit deutschen und französischen Kommentaren unterlegten Dateien gesichtet. Darin ließ sich A. über Fleischportionen, würdevolle Behandlung und Wartezeiten aus.

An den vom Angeklagten angegebenen Motiven zeigte das Gericht Zweifel. Wenn es nur darum gehe, mit investigativer Recherche vermutete Missstände zu entlarven und anschließend etwa als Blogger darüber zu berichten - warum sollte das Doppelleben über 15 Monate aufrechterhalten werden, fragte der Vorsitzende Richter, Christoph Koller. Die Anklage wirft Franco A. die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vor. Der 32 Jahre alte Deutsche habe sich aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt, um geplante Anschläge als Terrorakte eines anerkannten Asylbewerbers darzustellen Dazu soll er sich Schusswaffen, über 1000 Schuss Munition sowie mehr als 50 Sprengkörper beschafft haben. dpa

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