11. Mai 2021, 20:22 Uhr

DEHOGA fordert Perspektive

11. Mai 2021, 20:22 Uhr

Wiesbaden - Übernachtung mit Frühstück in Bayern, aber nicht in Hessen? Angesichts der Öffnungspläne für touristische Angebote in einigen Nachbarländern dringt der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA auf eine Perspektive für hessische Betriebe. Anrainerländer gingen voran, Hessen dürfe nicht nachstehen, sagte Julius Wagner, Hauptgeschäftsführer des hessischen DEHOGA. »Weil wir sonst ungleiche Verhältnisse schaffen zulasten der Unternehmer, aber auch zulasten der Menschen, die Urlaub im eignen Land machen möchten.«

Der Verband setzt darauf, dass es bei den anstehenden Beratungen des hessischen Corona-Kabinetts auch um mögliche Öffnungsschritte für den Gastronomie- und Tourismusbereich in der Pandemie geht. Ein Konzept sollte am besten im Gleichklang mit den Nachbarbundesländern stehen, so Wagner. Denn wenn eine Übernachtung für Touristen in dem einen Bundesland möglich sei, jenseits der Grenze aber nicht, »wäre das bizarr und den Menschen nicht vermittelbar«.

Der DEHOGA-Hauptgeschäftsführer betonte, dass der Verband dort für Öffnungen sei, wo es die Corona-Infektionszahlen zuließen. Für die gesamte Branche sei aber eine Perspektive wichtig. Befürwortet werde ein Lockerungskonzept mit Weitsicht. »Wir brauchen eine stabile und dauerhafte Öffnung.« Ein Zickzackkurs von Öffnen und wieder Schließen »wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für die Betriebe und auch mental kaum zu stemmen«.

Die hessische Hotellerie verzeichnete nach DEHOGA-Angaben im zurückliegenden April einen Umsatzrückgang von 71 Prozent im Vergleich zum coronafreien Monat 2019. Entsprechend angespannt sei die finanzielle Lage. dpa

Schlagworte in diesem Artikel

  • Touristen
  • Umsatzrückgang
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos