07. Dezember 2020, 19:46 Uhr

Billiger und einfacher zu handhaben

07. Dezember 2020, 19:46 Uhr
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Von DPA

Wiesbaden/Frankfurt - Das Land Hessen hat eine wissenschaftliche Studie positiv bewertet, zu der sich rund 600 Lehrer und Lehrerinnen selbst mit Antigen-Tests auf eine SARS-CoV-2-Infektion untersucht haben. Der Einsatz von Antigen-Tests mit hoher Frequenz könne dazu beitragen, das schulische Umfeld während der Pandemie sicherer zu machen, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit. Über das weitere Vorgehen an den Schulen ist laut Kultusministerium aber noch nicht entschieden. Antigen-Schnelltests sind billiger und einfacher zu handhaben als PCR-Tests.

Die Schnelltests können mit einem Abstrich im vorderen Nasenraum selbst durchgeführt werden, sind aber ungenauer als die standardmäßigen PCR-Tests. An der Studie der Uni-Klinik Frankfurt hatten über sieben Wochen mehr als 600 Lehrkräfte teilgenommen und und 10 836 Tests dokumentiert. In fünf Fällen wurden Infektionen richtig und frühzeitig entdeckt. Dazukamen 16 falsch positive Ergebnisse, die später mit einem PCR-Test richtiggestellt werden konnten. Gefährlicher sind falsch negative Tests, bei denen also die Infektion nicht erkannt wurde. Hier gehen die Wissenschaftler von mindestens drei Fällen aus. Die Lehrer hatten sich aus verschiedenen Gründen noch einmal mit PCR testen lassen. Studienautor Sebastian Hoehl warnte: »Das Auftreten von falsch negativen Antigen-Tests in unserer Studie verdeutlicht, dass der Einsatz solcher Tests nicht dazu führen darf, Hygieneregeln zu vernachlässigen.« Die »Safe-School-Studie« habe gezeigt, dass die regelmäßige Anwendung von Antigen-Schnelltests einen wertvollen Beitrag leisten könne, kommentierte der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) die Ergebnisse. dpa



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