19. April 2021, 20:13 Uhr

Bedürfnisse der Menschen stets klar im Blick

19. April 2021, 20:13 Uhr
Joachim Evenius (l.) erhält von Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich zum Abschied eine Urkunde und den Dank für sein engagiertes Wirken. FOTO: RP GIEßEN

- Engagiert, verlässlich, stets ein klarer Blick für die Bedürfnisse der Menschen - und das über Jahrzehnte: Jo-achim Evenius kann wahrlich als »Urgestein« der Versorgungsverwaltung bezeichnet werden. Nun haben der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Regierungsvizepräsident Martin Rößler den Leiter des Hessischen Amtes für Versorgung und Soziales Gießen in den Ruhestand verabschiedet. In kleiner Runde würdigten sie das Wirken des 64-jährigen Leitenden Regierungsdirektors aus Langgöns-Niederkleen. »Er war ein lebenserfahrener, moderner Verwaltungschef mit vielen Ideen, der geholfen hat, die Versorgungsverwaltung zu modernisieren«, sagte Rößler. Das Gießener Amt ist wie die anderen fünf Versorgungsämter in Hessen dem Regierungspräsidium Gießen nachgeordnet. Zuständig ist es für die Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, den Wetterau- und Vogelsbergkreis.

Vielfältig eingesetzt

Das Versorgungsamt als moderne, kundenorientierte Dienstleistungsbehörde stetig weiterentwickeln - dieses Ziel hatte sich Evenius als Leiter auch auf die Fahnen geschrieben. Über acht Jahre stand er an der Spitze, war Chef von rund 170 Mitarbeitern. Schwerbehindertenrecht, Soziales Entschädigungsrecht, die Betreuungs- und Pflegeaufsicht und das Elterngeld waren nur einige Themen, die seinen beruflichen Alltag prägten.

»Ich blicke sehr gerne und stolz auf über 34 Jahre im öffentlichen Dienst mit vielen sehr unterschiedlichen, spannenden und herausfordernden Aufgaben zurück«, sagte Evenius. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Tätigkeit als Rechtsanwalt kam Evenius 1987 zum Hessischen Amt für Versorgung und Soziales Gießen. Zweimal war er Ende der 80er Jahre zum damaligen Hessischen Landesamt für Versorgung und Soziales abgeordnet. Anfang 2002 wurde er zum stellvertretenden Leiter des Gießener Versorgungsamtes ernannt. In den folgenden Jahren war der Jurist erneut zu anderen Behörden abgeordnet, unter anderem für neun Monate zum Hessischen Sozialministerium und darüber hinaus zweimal zum Regierungspräsidium Gießen. Über ein Jahr lang war er zudem als Abwesenheitsvertreter kommissarischer Leiter des Hessischen Amtes für Versorgung und Soziales Frankfurt. Zum 1. Februar 2013 übernahm der Niederkleener die Leitung des Gießener Amtes, nach Frankfurt übrigens das zweitgrößte von insgesamt sechs hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales.

Hervorzuheben ist zudem seine über 20-jährige Tätigkeit als Leiter und juristischer Fachberater der größten hessischen Heimaufsichtsbehörde, der heutigen Betreuungs- und Pflegeaufsicht Gießen. Ab November 1995 war er darüber hinaus für vier Jahre, bis zur gesetzlichen Neuregelung des Vergaberechts, Mitglied des erstmals gebildeten Vergabeüberwachungsausschusses beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. pm

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