06. Juni 2021, 19:43 Uhr

Antisemitismus präsenter denn je

06. Juni 2021, 19:43 Uhr

Frankfurt/Main Die Coronapandemie hat vieles an den Schulen gebremst oder zum Stillstand gebracht - auch das im Frühjahr 2019 ins Leben gerufene Projekt zu Antisemitismusprävention an hessischen Schulen ist betroffen. Dabei ist es dringender denn je, das Thema an den Schulen zu diskutieren, meint Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, die Partner des Kultusministeriums bei dem Fortbildungsprogramm »Antisemi-Was?« ist. Es soll bei Schülern und Lehrkräften den Blick für antisemitische, rassistische und allgemein menschenfeindliche Tendenzen schärfen.

»Das Thema ist durch Corona natürlich nicht verschwunden, im Gegenteil«, sagte Mendel der Deutschen Presse-Agentur. »Durch die Querdenken-Bewegung nehmen die Jugendlichen antisemitische Verschwörungstheorien etwa in sozialen Medien wahr.« Zum anderen hätte in den vergangenen Wochen der jüngste Konflikt im Nahen Osten auch die Diskussionen in Deutschland überschattet. »Das wurde auch hier über Demonstrationen und soziale Medien ausgetragen«, sagte Mendel. Gerade muslimische Jugendliche seien dabei oft in Echoräumen gewesen, in denen sie »sehr gefilterte und sehr einseitige Bilder des Konflikts vermittelt bekamen«, sagte Mendel..

Ein Teil der Arbeit des Präventionsprogramms sei auch in der Pandemie fortgesetzt worden, so Mendel. »Wir haben sehr schnell ins Digitale umgeschaltet, vor allem in der Zusammenarbeit mit Lehrkräften.« DPA

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