Hessen

Anklage erhoben

- Ein halbes Jahr nach den Abseilaktionen von Umweltaktivisten von Autobahnbrücken wegen des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 sind diese wegen Nötigung angeklagt worden. Wegen der verschiedenen Tatorte im Rhein-Main-Gebiet seien mehrere Gerichte für die Prozesse gegen die rund zehn Angeklagten zuständig, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag. Die Ermittlungsverfahren gegen weitere Umweltaktivisten wegen Beihilfe wurden mangels ausreichenden Tatverdachts eingestellt.
08. April 2021, 20:28 Uhr
DPA

- Ein halbes Jahr nach den Abseilaktionen von Umweltaktivisten von Autobahnbrücken wegen des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 sind diese wegen Nötigung angeklagt worden. Wegen der verschiedenen Tatorte im Rhein-Main-Gebiet seien mehrere Gerichte für die Prozesse gegen die rund zehn Angeklagten zuständig, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag. Die Ermittlungsverfahren gegen weitere Umweltaktivisten wegen Beihilfe wurden mangels ausreichenden Tatverdachts eingestellt.

Sperrung und Stau

Die Gegner des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 bei Homberg/Ohm hatten im vergangenen Herbst mit ihren Aktionen Autofahrer und Polizei in Atem gehalten. Sie seilten sich im Berufsverkehr von Brücken der Autobahnen 3, 5 und 661 ab, es kam dadurch zu Vollsperrungen und langen Staus.

Für den Weiterbau der A 49 waren Bäume unter anderem im Dannenröder Forst gefallen. Während sich die Autobahnbefürworter weniger Verkehrsbelastung in Dörfern der Region und eine bessere Straßenanbindung erhoffen, sehen Umweltaktivisten das Projekt im Widerspruch zu einer umweltfreundlichen Verkehrswende. Deshalb hatten sie vor allem im Dannenröder Forst Baumhäuser und Barrikaden errichtet, die im vergangenen Herbst schrittweise von der Polizei geräumt wurden. dpa

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/hessen/anklage-erhoben;art189,731019

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