14. Dezember 2018, 22:23 Uhr

Zu Unrecht abgeschoben

14. Dezember 2018, 22:23 Uhr

Ein zu Unrecht nach Russland abgeschobener Asylbewerber wird am morgigen Sonntag wieder in Deutschland erwartet. Der 27 Jahre alte Jeside werde nach Berlin fliegen, teilten das Regierungspräsidium Gießen und der Anwalt des Mannes gestern mit. Zuletzt soll er sich in Armenien aufgehalten haben.

Das Land Hessen muss den russischen Staatsbürger zurückholen, weil seine Abschiebung am 13. November laut Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen rechtswidrig war. Der Mann sei der erste Asylbewerber der vergangenen Jahre aus Hessen, der zurückgeholt werden müsse, heißt es im Innenministerium.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte den Asylantrag des Mannes abgelehnt. Dieser Bescheid ist dem Mann nach Feststellung des Gerichts aber nicht ordnungsgemäß zugestellt worden. Der Mann habe daher zu spät gegen seine Ablehnung klagen können. Der Asylbewerber hat nach Darstellung seines Anwalts 2015 zusammen mit seiner Mutter Asyl in Deutschland beantragt. Sie seien Jesiden und fühlten sich als Angehörige dieser religiösen Minderheit in Russland verfolgt.

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