31. August 2020, 22:13 Uhr

Zentrum für künstliche Intelligenz

31. August 2020, 22:13 Uhr

Darmstadt - Die Hochschulen Hessens bündeln ihre Forschung zu künstlicher Intelligenz in einem gemeinsamen Zentrum. Unterstützung bekommen sie dabei von der Landesregierung, die für die Aufbauphase 38 Millionen Euro bereitstellt. Damit werden unter anderem 20 zusätzliche Professuren eingerichtet, wie die Ministerien für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales am Montag mitteilten. Das Zentrum mit Hauptsitz in Darmstadt, das bundesweit in dieser Form einzigartig sei, wird von insgesamt 13 Hochschulen getragen.

Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) sieht in der künstlichen Intelligenz ein enormes wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial. »Dank künstlicher Intelligenz lernen Computer neue Fähigkeiten, mit denen wir Herausforderungen besser lösen können.« Als Beispiele für Anwendungen nannte sie auch den medizinischen Bereich oder die Landwirtschaft. So könne künstliche Intelligenz bei der schnelleren Auswertung komplexer Datenmengen auf Intensivstationen helfen. In der Landwirtschaft könne sie bei der Frage helfen, wie man Nutzpflanzen resistent gegen Schädlinge machen könne.

Es gibt aber noch zahlreiche weitere Beispiele: autonom fahrende Autos, Sprachassistenten oder lernfähige Maschinen - aber auch Kaufvorschläge im Online-Shop, die Kalkulation von Kredit-Ausfallrisiken oder die Analyse von Röntgenbildern.

»Künstliche Intelligenz klingt abstrakt und kompliziert«, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Aber: »Künstliche Intelligenz ist mitten unter uns und bereits jetzt da.« Das Zentrum solle den Transfer zwischen Forschung und Anwendung stärken. »Damit wollen wir mehr Unternehmensgründungen ermöglichen.«

Der Hauptsitz der neuen Forschungsstätte wird in Darmstadt angesiedelt, ein Nebenzentrum an der Goethe-Universität in Frankfurt. Weitere regionale Standorte gibt es an den beteiligten Hochschulen. 22 Wissenschaftler sind Gründungsmitglieder, hinzukommen die 20 zusätzlichen Professuren. Mehrere Unternehmen haben zudem ihr Interesse an einer Kooperation bekundet.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Zentrums sei, dass die Vielfalt, Originalität und Qualität der 13 Hochschulen einbezogen werde, hieß es. »Wir bündeln die gesamte Exzellenz unserer KI-Forschung in all ihren Facetten von Grundlagen- bis Anwendungsforschung unter einem Dach«, sagte die Präsidentin der TU Darmstadt, Tanja Brühl. dpa

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