11. September 2017, 20:57 Uhr

»Wir müssen das schultern«

11. September 2017, 20:57 Uhr

Wiesbaden (dpa/lhe). Behörden auf Landes- und Bundesebene können keine Prognose zu den Auswirkungen eines Familiennachzugs bei Flüchtlingen in Hessen abgeben. Innen- und Sozialministerien sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erklärten, keine Berechnungen zu haben. Der Hessische Städte- und Gemeindebund erwartet allerdings erhebliche Belastungen für die Kommunen.

Die Bundesregierung hatte den Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus für zwei Jahre ausgesetzt, um eine Überforderung der Kommunen bei der Versorgung der Menschen zu vermeiden. Das betraf vor allem Syrer. Im März läuft die Frist ab. Dass es einen Nachzug geben wird, steht für den Städte- und Gemeindebund (HSGB) außer Frage. »Wir müssen das schultern«, erklärte der geschäftsführende HSGB-Direktor Karl-Christian Schelzke.

Der Verband geht von einer Nachzugsquote von mindestens 1,2 bis 1,5 Personen je Flüchtling aus. Doch ob das realistisch ist und auf wie viele Flüchtlinge in Hessen die Quote anzurechnen ist, bleibt unklar. Bei diesen Fragen verweisen die Innenministerien von Bund und Land, das hessische Sozialministerium sowie das Bundesamt für Migration jeweils aufeinander. Der Hessische Städte- und Gemeindebund forderte einen Masterplan für die Integration.

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