21. Mai 2020, 20:23 Uhr

Wieder mehr Unfallfluchten

21. Mai 2020, 20:23 Uhr
Aufräumungsarbeiten nach einem Wildunfall bei Erda. ARCHIV

- Nur zum Teil erfreuliche Zahlen legt Polizeipräsident Bernd Paul für die Landkreise Gießen, Wetterau, Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf vor. So wurden im Jahr 2019 im Raum Mittelhessen 484 Verkehrsunfälle weniger als 2018 polizeilich aufgenommen. Die Zahl der erfassten Verkehrsunfälle in der Region sank damit nach 2018 erneut, nachdem die Zahlen bis 2017 noch angestiegen waren. Bei den 23 786 Verkehrsunfällen kamen 49 Personen ums Leben. 822 Personen wurden schwer verletzt. Während es im Vergleich zu 2018 im vergangenen Jahr einen geringen Anstieg (plus 4) bei den getöteten Personen gab, sank die Anzahl der Schwerverletzten um 42.

Gestiegen ist wieder die Zahl der Unfallfluchten: Um 105 auf 6366. Stetig nach oben geht auch die Zahl der Wildunfälle (plus 222 auf 5652).

»Wir können im letzten Jahr auf Mittelhessens Straßen einen Rückgang von zwei Prozent bei den Unfallzahlen feststellen. Dies ist erfreulich, da die Unfallzahlen bundesweit beziehungsweise landesweit um 1,2 und 1,7 Prozent gestiegen sind«, sagte Paul.

Kein Kind tödlich verunglückt

Erfreulich ist, dass 2019 kein Kind durch einen Verkehrsunfall ums Leben kam. Einen Beitrag leistete die Arbeit der in allen Landkreisen tätigen Jugendverkehrsschule. Darüber hinaus wirken sich auch die vielen Kontrollen und Gespräche rund um die Präventionsaktionen »Schwächere Verkehrsteilnehmer« und »Schule beginnt« sowie »Blitz für Kids« aus.

Weiter betonte Mittelhessens Polizeipräsident, dass er kein Verständnis habe für Personen, die während der Fahrt ein Handy benutzen und dadurch erheblich abgelenkt sind.

2019 kamen bei den Unfällen in gesamt Mittelhessen 49 Personen ums Leben, davon drei auf den Autobahnen, 32 auf Bundesstraßen, neun auf Landesstraßen,eine auf Kreisstraßen sowie vier auf sonstigen Straßen. Der Großteil solcher schwerwiegenden Unfälle (43) ereignete sich außerhalb einer Ortschaft.

Die Unfälle, bei denen die Geschwindigkeit als Ursache ermittelt wurde, macht in der Gesamtzahl 8,7 Prozent aus. Bei den 2068 Unfällen wurden insgesamt 1389 Personen leicht- oder schwer verletzt - oder getötet.

Auch 2019 beteiligte sich das Polizeipräsidium wieder mit vielen medienwirksamen Messungen an dem europaweiten TISPOL Speedmarathon. Insbesondere wurde damit auf die Gefahr von schwer verletzten oder getöteten Personen aufmerksam gemacht. Konsequente Geschwindigkeitsmessungen, auch durch den Geschwindigkeitsmessanhänger, wurden an Stellen, an denen es immer wieder zu Verkehrsunfällen kam, durchgeführt. Insbesondere an Autobahnbaustellen konnten so die Unfallzahlen deutlich reduziert werden. EB/FOTO: ARCHIV

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