05. Juli 2019, 22:26 Uhr

Wichtige Handelspartner

05. Juli 2019, 22:26 Uhr

Wiesbaden (dpa/lhe). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will sich bei seiner Reise nach Nordamerika für den Wirtschaftsstandort Hessen engagieren. »Wir beginnen zunächst in New York. Dort geht es um Werbung für den Finanzplatz Rhein-Main«, sagte Bouffier am Freitag in Wiesbaden. Außerdem plant der Regierungschef während seiner einwöchigen Tour mit seiner Delegation Stopps im kanadischen Toronto und im hessischen Partnerland Wisconsin.

Um die Vermarktung Hessens in Nordamerika zu stärken, will Bouffier zudem eine neue Auslandsrepräsentanz in Chicago (Illinois) offiziell eröffnen. Das Land unterhält sie seit 2018 zusammen mit dem Regionalverband »FrankfurtRheinMain«. Die Auslandsvertretung soll dabei helfen, den Zugang zu einem der wichtigsten Quellmärkte für Direktinvestitionen zu sichern, teilte die Staatskanzlei mit.

»In Zeiten völlig unsinniger Handelskonflikte und einer zunehmenden Betonung nationaler Interessen ist jede Vertiefung der transatlantischen Beziehungen ein Wert an sich«, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Dirk Pollert. Die neue Repräsentanz könne dazu dienen, die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu pflegen. Daher soll sie künftig ein Ort der Begegnungen sein, erklärte er.

Die Chicago-Dependance könne etwa hessischen Unternehmen helfen, Kontakte zu knüpfen oder beim Umgang mit Behörden behilflich zu sein, sagte Pollert. Hessen unterhält insgesamt sieben dieser Repräsentanzen - etwa in Argentinien, Russland und Polen. Die Staatskanzlei und das Wirtschaftsministerium finanzieren sie pro Jahr mit rund 440 000 Euro.

Werbung für Rhein-Main-Region

In New York will Bouffier zudem für den Finanzplatz Frankfurt werben. Da der Brexit voraussichtlich eher ungeregelt ablaufen werde, sei das Interesse, Finanzinstitute und entsprechende Geschäfte in die Rhein-Main-Region zu holen, noch viel stärker, machte der Regierungschef deutlich. Dazu will er am »Big Apple«, dem Hauptsitz vieler Geldinstitute, unter anderem Bankenvertreter treffen. Zudem soll es in New York eine Zusammenkunft mit dem deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Christoph Heusgen, geben.

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