Hessen

Weltkriegsmunition im Reich der Fische

Schlitz/Fulda (eb). Der 62-jährige Hobby-Angler aus Thüringen traute seinen Augen nicht, was ihm seine Unterwasserkamera da Anfang November präsentierte. Eigentlich wollte der Petrijünger seinen Fischbestand in einem von ihm gepachteten Gewässerabschnitt der Fulda zwischen dem Schlitzer Stadtteil Hemmen und dem Fuldaer Stadtteil Lüdermünd kontrollieren. Doch die Kamera liefert ihm nicht nur Bilder der heimischen Fischarten, sondern auch von einem größeren Munitionsdepot im Flussbett.
15. November 2017, 22:06 Uhr
DPA

Schlitz/Fulda (eb). Der 62-jährige Hobby-Angler aus Thüringen traute seinen Augen nicht, was ihm seine Unterwasserkamera da Anfang November präsentierte. Eigentlich wollte der Petrijünger seinen Fischbestand in einem von ihm gepachteten Gewässerabschnitt der Fulda zwischen dem Schlitzer Stadtteil Hemmen und dem Fuldaer Stadtteil Lüdermünd kontrollieren. Doch die Kamera liefert ihm nicht nur Bilder der heimischen Fischarten, sondern auch von einem größeren Munitionsdepot im Flussbett.

Am Mittwoch war nun der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt nebst Fachfirma und Tauchern mit insgesamt sieben Personen mit der Bergung beschäftigt. Zum Einsatz kam auch ein Pontonboot, mit dem die ans Tageslicht beförderten Munitionsmengen zunächst abtransportiert wurden, bevor die stark verrosteten Bestände auf einen Spezial-Lkw verladen werden konnten. Laut Auskunft des Kampfmittelräumdienstes handelte es sich um 50-mm-Gewehrpatronen amerikanischer Herstellung aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie die Munition dort hingelangt ist, ist noch nicht bekannt. Eine Gefährdung für die Bevölkerung bestand nicht, da es sich nicht um Sprenggeschosse handelte.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/hessen/Hessen-Weltkriegsmunition-im-Reich-der-Fische;art189,346960

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