21. Mai 2019, 20:42 Uhr

Verwarnung für Ex-Polizeianwärter

21. Mai 2019, 20:42 Uhr

Darmstadt (dpa/lhe). Er wollte unbedingt Polizist werden. Seine Karriere hat sich ein 22-Jähriger aber selbst verbaut. Nach Krawallen am Rande des Schlossgrabenfestes in Darmstadt ist ein früherer Polizeianwärter gestern vom Amtsgericht wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Amtsanmaßung verwarnt worden. Wird er binnen einer Bewährungsfrist von einem Jahr erneut auffällig, muss er eine Geldstrafe zahlen. Der junge Mann versuchte Anfang Juni 2018 mit Dienstausweis und Codewort für den laufenden Einsatz, seine Freundin und Bekannte aus einem Polizeikessel zu befreien, obwohl er gar nicht im Dienst war. (Az: 500 Js 42 684 /18)

»Es tut mir leid. Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe«, sagte der 22-Jährige, der sich bei seinem Schlusswort die Tränen aus den Augen wischte. »Ich habe dadurch meinen Job verloren, für den ich gekämpft habe.« Nach den Worten seines Anwalts droht dem jungen Mann noch, dass das Land Hessen auch noch seine Bezüge zurückfordert - insgesamt 36 000 Euro. Das Land habe dies schon angekündigt.

Am Rande des Schlossgrabenfests war es nachts zu Ausschreitungen gekommen. Nach Darstellung der Polizei wurden Beamte von einer Menge angegriffen und unter anderem mit Flaschen und Steinen beworfen. Weil die Situation unübersichtlich war, kesselte die Polizei nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 50 Personen ein.

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