Hessen

Trockene Wälder: Besitzer verlangen Geld vom Staat

Wiesbaden (dpa/lhe). Die privaten und kommunalen Waldbesitzer fordern angesichts der dramatischen Trockenheit in den Wäldern rund 30 Millionen Euro Zuschüsse für dieses Jahr. Dann könnten die Betriebe weiter gegen die Borkenkäferkatastrophe kämpfen, erklärte der hessische Waldbesitzerverband am Freitag in Wiesbaden. Wegen der trockenen Sommer seien viele Bäume geschwächt und wehrlos gegen Schädlinge. Viele private Forstbetriebe seien zahlungsunfähig.
16. August 2019, 22:26 Uhr
DPA

Wiesbaden (dpa/lhe). Die privaten und kommunalen Waldbesitzer fordern angesichts der dramatischen Trockenheit in den Wäldern rund 30 Millionen Euro Zuschüsse für dieses Jahr. Dann könnten die Betriebe weiter gegen die Borkenkäferkatastrophe kämpfen, erklärte der hessische Waldbesitzerverband am Freitag in Wiesbaden. Wegen der trockenen Sommer seien viele Bäume geschwächt und wehrlos gegen Schädlinge. Viele private Forstbetriebe seien zahlungsunfähig.

Die unfreiwillige Ernte der vom Borkenkäfer befallenen Bäume verursache hohe Kosten, erläuterte der Verbandspräsident Michael Freiherr von der Tann. Allerdings seien die Preise für Nadelholz seit 2017 um zwei Drittel eingebrochen. Daher fehle Geld für die Aufforstung. Prognosen zufolge dürften im Kommunal- und Privatwald in Hessen etwa 9000 Hektar Kahlflächen entstehen - das entspricht knapp 13 000 Fußballfeldern.

Der Verband forderte vom Bund und vom Land ein mehrjähriges Aufforstungsprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro. Außerdem müssten die Wildbestände deutlich abgesenkt werden, damit junge Wälder besser nachwachsen können. Wild frisst gerne an jungen Trieben und stört damit das Wachstum. Die Waldfläche in Hessen beträgt nach Zahlen des Umweltministeriums etwa 894 000 Hektar, davon sind rund 60 Prozent in kommunaler oder privater Hand.

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