08. Oktober 2019, 22:11 Uhr

Tatort Kinderspielplatz

08. Oktober 2019, 22:11 Uhr

Kassel/Fulda (dpa/lhe). In einigen Kommunen in Hessen werden Kinderspielplätze zum Ziel blinder Zerstörungswut. Kassel, Gießen und Fulda beklagten beispielsweise derartige Fälle, doch mitunter werden auch Denkmäler und Wahrzeichen beschädigt, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht.

Spielplätze seien von Vandalismus deutlich häufiger betroffen als die übrigen Grün- und Parkanlagen, berichtete ein Sprecher der Stadt Kassel. Die jährlich entstehenden Schäden belaufen sich den Angaben zufolge auf bis zu 50 000 Euro. »In den vergangenen Jahren gab es regelmäßig größere Brandschäden auf Spielplätzen, davon sind wir in diesem Jahr bisher verschont geblieben«, bilanzierte Stadtsprecher Claas Michaelis. Die Probleme mit Vandalismus seien konstant hoch in Kassel. Am häufigsten gebe es Schäden in Form von Farbschmierereien an Gebäuden, Parkmobiliar, Mauern oder Spielgeräten, gefolgt von Zerstörungen etwa von Bänken oder Spielgeräten.

In Fulda werden nur vereinzelte Vandalismusschäden festgestellt, wie Stadtsprecher Johannes Heller sagte. Der Schlossgarten sei jedoch in den vergangenen Jahren »leider immer wieder« Schauplatz von Vandalismus gewesen. Mitarbeiter des städtischen Betriebsamtes müssten auch immer wieder zu Spielplätzen ausrücken. Die Übeltäter? Dazu konnte Heller keine umfassenden Angaben machen, er sagte aber: »Kinderspielplätze sind in den Abendstunden beliebte Treffpunkte für Jugendliche.«

In Frankfurt ist das Problem mit Zerstörungen und Beschädigungen in Parks und Freizeitanlagen laut städtischen Statistiken nicht besonders ausgeprägt. Kurios allerdings: Es gebe immer wieder Vorfälle, bei denen Bäume abgesägt werden.

In Gießen sieht die Stadtverwaltung keine erhöhten Fallzahlen von Vandalismus. »Im Bereich Grünanlagen, Spielplätze und Schulen haben wir keine Verschlimmerung der Situation zu beklagen, sondern eher leichte Verbesserungen«, sagte Stadtsprecherin Claudia Boje. Dennoch schlagen die Folgen deutlich zu Buche. In diesem Jahr seien Kosten in Höhe von 37 000 Euro entstanden.

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