21. Mai 2020, 20:26 Uhr

Tat geschildert

21. Mai 2020, 20:26 Uhr

Limburg - Im Mordprozess um die brutale Attacke mit einer Axt auf eine Frau mitten in Limburg hat der Angeklagte die Tat teilweise geschildert. Der 34-Jährige gab vor dem Landgericht Limburg zu, mit einem Mietwagen von hinten auf seine Frau zugefahren zu sein. Es sei alles sehr schnell gegangen. Er habe die Fahrer-Assistenzsysteme ausgeschaltet, die Augen geschlossen und geschrien, erklärte der Angeklagte. »Ich glaube, ich habe nicht gebremst.« Er erinnere sich an Schreie, an ein Handy neben einer Tasche und dass seine Frau unterhalb des Autos gelegen habe. »Es tut mir leid«, sagte der Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem heimtückischen und aus niedrigen Beweggründen begangenen Mord vor. Laut Anklage hatte der deutsche Staatsbürger im Oktober 2019 seine 31 Jahre alte Frau mit einem angemieteten Auto angefahren und danach mit einem Beil und einer Axt auf sie eingeschlagen. Die Ermittler gehen von etwa 18 Hieben gegen den Kopf- und Halsbereich aus. Die Frau habe aber bereits bei der Kollision tödliche Verletzungen erlitten.

Zum Zeitpunkt der brutalen Attacke wohnte die 31-Jährige mit den Kindern in einem Limburger Frauenhaus. Der Angeklagte hatte einen Privatdetektiv engagiert, um den Aufenthaltsort seiner Frau herauszubekommen. dpa

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