Hessen

»Taskforce« soll AWO-Affäre untersuchen

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe). Der Bezirksverband Hessen-Süd der Arbeiterwohlfahrt (AWO) setzt eine Arbeitsgruppe ein, um die Vorwürfe gegen den Frankfurter und den Wiesbadener Kreisverband »restlos aufzuklären«. Die »Taskforce« genannte Arbeitsgruppe »soll auch Empfehlungen für mögliche Konsequenzen erarbeiten«, teilte der Verband am Freitag mit. »Das bezieht mögliche Veränderungen unserer Verbandsstruktur mit ein.« Die frühere SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin soll die Arbeitsgruppe leiten und parallel zu den Prüfungen durch den Bundesverband tätig sein, sagte ein Sprecher.
13. Dezember 2019, 22:33 Uhr
DPA

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe). Der Bezirksverband Hessen-Süd der Arbeiterwohlfahrt (AWO) setzt eine Arbeitsgruppe ein, um die Vorwürfe gegen den Frankfurter und den Wiesbadener Kreisverband »restlos aufzuklären«. Die »Taskforce« genannte Arbeitsgruppe »soll auch Empfehlungen für mögliche Konsequenzen erarbeiten«, teilte der Verband am Freitag mit. »Das bezieht mögliche Veränderungen unserer Verbandsstruktur mit ein.« Die frühere SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin soll die Arbeitsgruppe leiten und parallel zu den Prüfungen durch den Bundesverband tätig sein, sagte ein Sprecher.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege befürchtet wegen der Berichte über Unregelmäßigkeiten bei der Frankfurter AWO einen Imageschaden für alle Wohlfahrtsverbände. »Das beschäftigt uns sehr«, sagte Gerhard Timm, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft.

Die Negativschlagzeilen überschatteten auch das 100-jährige Bestehen des Verbands. Die AWO sieht in der Sozialpolitik Deutschlands weiter großen Handlungsbedarf.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/hessen/Hessen-Taskforce-soll-AWO-Affaere-untersuchen;art189,653162

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