12. Oktober 2017, 22:57 Uhr

Tapetenhersteller müssen nach Einspruch mehr zahlen

12. Oktober 2017, 22:57 Uhr

Marburg/Düsseldorf (dpa). Wegen verbotener Preisabsprachen hat das Oberlandesgericht Düsseldorf zwei Tapetenhersteller und deren Verantwortliche zu Bußgeldern von mehr als 19 Millionen Euro verurteilt. Der Senat sah es als erwiesen an, dass die Firmen als Mitglieder des »Tapetenkartells« sowohl 2006 als auch 2008 mithilfe von Absprachen Preiserhöhungen von jeweils rund fünf Prozent auf dem deutschen Markt durchgesetzt haben. Mit seinen Geldbußen ging der Senat zum Teil über die Strafen hinaus, die bereits 2014 vom Bundeskartellamt verhängt worden waren. Zwei der Hersteller, A.S. Creation und die Marburger Tapetenfabrik, hatten dagegen Einspruch beim OLG Düsseldorf eingelegt. Das Gericht zeigte sich aber überzeugt, dass es eine langjährige Tradition von Preisabsprachen gegeben habe.

Für den Marktführer A.S. Creation erhöhte die Kammer das Bußgeld von zehn auf 13 Millionen Euro. Auch die Marburger Tapetenfabrik muss mit 5,5 Millionen Euro mehr zahlen, als ursprünglich vom Kartellamt verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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