21. Mai 2020, 20:26 Uhr

Suppe vergiftet?

21. Mai 2020, 20:26 Uhr

Wiesbaden - Im Prozess um einen Mordversuch mit einer vergifteten Nudelsuppe hat die Verteidigung vor dem Landgericht Wiesbaden auf Freispruch plädiert. »Es ist ein reiner Indizienprozess«, sagte die Vertretung des Angeklagten am Mittwoch. Der 49-Jährige erläuterte in seinem »letzten Wort« ausführlich seine Sicht auf die Vorwürfe. Er könne die Beschuldigungen nicht nachvollziehen. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft für den Angeklagten mit anschließender Sicherheitsverwahrung gefordert.

Der Deutsche soll im Februar 2019 im Rheingau in das Haus eines Ehepaares eingedrungen sein und in eine Suppe Pflanzengift gekippt haben. Der Ehemann hatte die Suppe seinen Hunden gegeben. Die Tiere wurden hmit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht - sie überlebten. Hintergrund der Tat war laut Staatsanwaltschaft, dass der 49-Jährige in den Mann verliebt gewesen war. Der Ehemann wies die Annäherungsversuche des Angeklagten jedoch zurück.

Der 49-Jährige wurde im April 2019 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bereits 2001 wurde er wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis vom Landgericht Memmingen verurteilt. Er hatte laut Urteil versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften. dpa

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