22. Oktober 2010, 18:58 Uhr

Solarboom treibt Strompreis in die Höhe

Friedberg/Gießen (pm). Die OVAG Energie AG erhöht ihre Preise zum 1. Januar 2011 um durchschnittlich 5,5 Prozent.
22. Oktober 2010, 18:58 Uhr

Auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde in die Höhe klettert zum Beginn des Jahres 2011 die gesetzliche Umlage aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für alle Verbraucher in Deutschland. Dies entspricht einer Steigerung von über 70 Prozent innerhalb eines Jahres. Absolut steigt diese Umlage um etwa 1,5 Cent pro Kilowattstunde. Sie sei insbesondere auf den Solarboom in Deutschland zurückzuführen, sagt Rainer Schwarz, Vorstand des heimischen Energieversorgers OVAG Energie AG.

Mittlerweile stelle sich die Frage, ob die gesetzlich gewollte Subventionierung der Erneuerbaren Energien in dieser Form noch effektiv und effizient sei. Selbst das Bundeskartellamt habe inzwischen an dieser Förderpraxis Zweifel geäußert. Aus diesem Grunde könne man froh sein, dass es der OVAG Energie AG gelungen sei, diese Zwangsumlage nicht in voller Höhe weitergeben zu müssen, weil sie auf dem Energiebeschaffungsmarkt, der keinem regulatorischen Umfeld unterworfen ist, strukturiert einkaufen konnte, betont Schwarz.

Diese Beschaffungsvorteile bei der konventionellen Energie werde man an die Kunden weitergeben. Dies sei immerhin ein halber Cent und reduziere die aus der staatlichen Förderung erforderliche Preisanhebung um ein Drittel. Eine vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 4000 kWh pro Jahr wird ab 1. Januar 2011 monatlich 4,25 Euro mehr zahlen müssen, was einer Anhebung von rund 5,5 Prozent entspricht. »Diese Preise garantieren wir bis 31. Dezember 2011«, verspricht Schwarz. Seit zwei Jahren hat die OVAG Energie AG ihre Preise für Tarifkunden stabil halten können - obwohl sich schon 2010 die EEG-Umlage verdoppelt hatte. »Der Anteil der von unserem Unternehmen nicht mehr steuerbaren Faktoren, die den Strompreis wesentlich beeinflussen, wächst ständig«, beklagt Holger Ruppel, Chef des Vertriebs der OVAG Energie AG. 25 Prozent des Strompreises entfallen auf regulierte »Stromtransportkosten« - also das Netz.

Mit der neuen Umlage für EEG-Strom in Höhe von 3,53 Cent pro Kilowattstunde stiegen die staatlichen Abgaben und Steuern auf nun- mehr rund 45 Prozent, sodass der eigentliche Stromeinkauf sich nur mit knapp einem Drittel auf den Gesamtpreis pro Kilowattstunde niederschlage, erklärte Schwarz. Marketingleiterin Britta Adolph sagte, die bevorstehende Preisanpassung falle - gemessen an der um 70 Prozent gestiegenen Zwangsumlage - deutlich geringer aus als bei vielen Wettbewerbern.

Um ein Höchstmaß an Transparenz herzustellen, hat die OVAG Energie AG eine eigene Internetseite <%LINK auto="true" href="http://www.ovag-energie.de/preisanpassung" text="www.ovag-energie.de/preisanpassung" class="more"%> geschaltet. Zudem stehen die Mitarbeiter unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 0123535 persönlich für Fragen zur Verfügung

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