09. Oktober 2017, 22:37 Uhr

Serienmörder nicht für Tristans Tod verantwortlich

09. Oktober 2017, 22:37 Uhr

Frankfurt (dpa/lhe). Bei der Suche nach dem Mörder des vor fast 20 Jahren getöteten Frankfurter Schülers Tristan hat sich wieder eine Spur zerschlagen. Der mutmaßlich sadistische Serienmörder Manfred S. aus dem Taunus, der mehrere Prostituierte getötet haben soll, sei nicht für den Tod des damals 13-Jährigen verantwortlich, sagte die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Frankfurter Polizei, Carina Lerch, am Montag. Die AG Tristan bestehe aber fort, die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Täter werde wieder aktualisiert. »Mord verjährt nicht.«

Für Hinweise auf die Ergreifung des Täters hat die Staatsanwaltschaft 20 000 Euro ausgesetzt. Ein Privatmann habe diese Summe um 80 000 Euro aufgestockt, das Geld inzwischen aber wieder zurückgezogen, sagte Lerch. Unterdessen habe sich eine Bürgerbewegung gegründet, die das Grab von Tristan erhalten wolle. Die Ruhezeit laufe im nächsten Jahr aus. Tristans Eltern seien auch tot.

Der Schüler war am 26. März 1998 in einem Tunnel des Liederbachs nahe des Bahnhofs Frankfurt-Höchst grausam ermordet worden. Dem Jungen wurde am hellichten Tag die Kehle durchgeschnitten.

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