07. August 2018, 22:07 Uhr

Serienbankräuber soll Doppelleben geführt haben

07. August 2018, 22:07 Uhr
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Von DPA

Korbach (dpa/lhe). Mindestens 16 Jahre soll ein ehemaliger Jura-Student aus Nordrhein-Westfalen seinen Lebensunterhalt mit Banküberfällen finanziert haben. Der 45-Jährige aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein habe die Überfälle nicht begangen, um in »Saus und Braus zu leben, sondern zur Deckung eines normalen Lebensstandards«, sagte Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag in Korbach. Dort stellten die Ermittler ihre Ergebnisse vor.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann schon während seines erfolglosen Studiums mit den Überfällen angefangen. Die erste Tat soll ein Überfall auf ein Geschäft in Gießen 2002 gewesen sein. Bei Freunden und Verwandten gab er vor, erfolgreich studiert zu haben und für einen Autokonzern zu arbeiten. Details zu seinen Lebensumständen machten die Ermittler nicht. Man wolle das familiäre Umfeld schützen. Er habe aber von 2000 Euro pro Monat gelebt und den nächsten Überfall gemacht, wenn das Geld aufgebraucht war. Auf die Spur des 45-Jährigen führte laut Polizei ein entscheidender Hinweis bei einem Überfall in Nordhessen im Januar.



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