15. November 2018, 22:08 Uhr

Schlechte Bilanz

15. November 2018, 22:08 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA

Kassel (dpa/lhe). Der trockene Sommer hat dem Dünger- und Salzkonzern K+S das dritte Quartal verdorben. Das Niedrigwasser in der Werra und die damit verbundenen Entsorgungsprobleme haben den MDAX-Konzern viel Geld gekostet. Das Unternehmen rechnet nun auch offiziell mit weniger Gewinn 2018, nachdem bisher Belastungen von rund 80 Millionen Euro durch Produktionsausfälle ausgeklammert worden waren.

Es seien weitere umfangreiche Transporte von Salzwässern des Werks Werra zur Entsorgung nötig, hieß es. 2018 erwartet K+S daher nur noch einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 570 bis 630 Millionen Euro. Bisher hatte das Unternehmen einen Anstieg auf bis zu 740 Millionen Euro in Aussicht gestellt – nach 577 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Erneute Unterbrechungen in der Kaliproduktion seien möglich und dabei noch nicht berücksichtigt.

Die Einleitung von Produktionsrückständen in die Werra ist einer der wichtigsten Entsorgungswege. Begrenzt wird er durch die Wassermenge im Fluss. An zwei Standorten im osthessischen Werk Werra kam es zu mehrwöchigen Zwangspausen. Alternativ setzte der Konzern auf die Versenkung im Boden und transportierte Abwässer per Bahn und Lastwagen ab.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos