01. Juni 2012, 18:28 Uhr

Rosenmuseum Steinfurth in Eichenzell mit Preis bedacht

Bad Nauheim/Fulda (pm). Am Pfingstwochenende wurde das Rosenmuseum Steinfurth bei Bad Nauheim auf einem fürstlichen Gartenfest erneut für seine innovative Präsentation ausgezeichnet. Zum zweiten Mal innerhalb von einem Jahr erhielt es den Pressepreis.
01. Juni 2012, 18:28 Uhr
Die Rosenwörter-Installation des Rosenmuseums Steinfurth/Wetterau. (Foto: pm)

In diesem Jahr stand das Fest auf Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda ganz im Zeichen der Rose.

»Für den kreativen Umgang mit der Rose, die aus dem realen in den geistigen Garten transportiert wird – ein spielerischer Prozess, in dem sich die Besucher bereitwillig einbinden lassen, wird dem Rosenmuseum Steinfurth der Pressepreis in Silber verliehen«, heißt es in der Urkunde, die Sabine Kübler (Foto), Leiterin des Rosenmuseums, in Empfang nahm. Damit würdigten der Schirmherr, Landgraf Moritz von Hessen, und eine Fachjury von Journalisten die Präsentation des Museums.

Wettbewerb bis 15. Juni verlängert

419 Rosenwörter aus dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm machten die Besucher des Gartenfestes neugierig darauf, sich mit der Rose in der Sprache zu beschäftigen. In der Küchenruine des Schlosses konnten die Besucher unter den Rosenwörtern flanieren, sie konnten Rosenwörter finden und erfinden, denn der zweite Teil der Installation war eine Mitmachaktion.

Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm war ein ambitioniertes Vorhaben, welches Jacob und Wilhelm Grimm ab 1838 in Angriff nahmen. Es sollte ursprünglich sieben Bände umfassen. Sie selbst erlebten die Fertigstellung des Gesamtwerkes jedoch nicht mehr. Der 32. und letzte Band erschien 1961. Das Mammutwerk umfasst heute ca. 400.000 Einträge. Es ist kein Wörterbuch im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr ein einzigartiges Dokument der Sprachgeschichte, das zeigt, dass die Sprache ebenfalls dem Blühen und Verblühen unterworfen ist.

26 800 Besucher des Gartenfestes hatten die Gelegenheit, den Stand des Rosenmuseums zu besuchen. Sie flanierten in der Rosenwörter-Installation, beobachteten Rosenwasser-Destillationen, die vom Museum geboten wurden, oder begrüßten am Samstag Rosenkönigin Henrike Duda. Die Leiterin des Rosenmuseums hielt zudem den Festvortrag »Die Rose – lebendiger Kulturschatz«.

Die Einbindung der Besucher, die dem Museum nicht nur im eigenen Haus am Herzen liegt, wurde in Eichenzell beispielhaft umgesetzt: Jeder Gast konnte selbst ein Rosenwort notieren und es am Wörterbaum anbringen. Es gab nur zwei Bedingungen: Das Wort musste »Rosen« im ersten Wortteil tragen und durfte nicht in den 419 Wörtern der Installation vorkommen. Mit viel Eifer suchten, fanden und erfanden die Gäste Rosenwörter und fertigten – oft mithilfe der gesamten Familie – neue Wortkunstwerke vom Rosenapp über Rosenblattsalat bis Rosenstolz.

Aufgrund der großen Resonanz wird das Gewinnspiel im Museum und online bis zum 15. Juni fortgeführt. Die fünf schönsten Wörter werden mit Sachpreisen prämiert. Bilder und Informationen zur Installation und zum Gewinnspiel sind auf der Facebookseite des Museums und auf der Homepage zu finden.



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