06. April 2011, 09:10 Uhr

Rosenkönigin Sina Möller zieht zufrieden Zwischenbilanz

Bad Nauheim (pm). Ein traumhaftes Kleid in Weiß oder Pink, die blonden Haare hübsch hochgesteckt und ein strahlendes Lächeln auf den Lippen - so haben viele Menschen die Steinfurther Rosenkönigin Sina Möller im Laufe des vergangenen Jahres erlebt, bei Landesgartenschau, Rosenfest und weiteren Veranstaltungen. Die Hälfte ihrer Regentschaft ist um, das zweite Jahr wird deutlich ruhiger.
06. April 2011, 09:10 Uhr
Verbindet ihre Hobbys Skifahren und Reisen: Rosenkönigin Sina Möller im Österreich-Urlaub. (pv)

Denn Großveranstaltungen stehen nicht mehr an. Beim Rosenfest 2012 wird die Nachfolgerin Regie führen.

Beim Treffen in einem Bad Nauheimer Café wird schnell klar: Sina Möller braucht kein aufsehenerregendes Outfit, um ihre Ausstrahlung zu unterstreichen. Ihr natürlicher Charme reicht vollkommen aus. Die 23-Jährige spricht offen, lacht gerne und interessiert sich für ihr Gegenüber. »Ich bin gerne unter Leuten«, sagt Sina. »Kontakt zu Menschen ist mir sehr wichtig.« Und das sei auch ein Grund, warum sie ihr Amt als Rosenkönigin so genieße: »Du kommst mit so vielen Leuten ins Gespräch und knüpfst unheimlich viele Kontakte, die weiter bestehen. Das ist eine tolle Erfahrung.« Der Umgang mit Menschen soll auch in Sinas beruflichem Leben eine zentrale Rolle spielen. Im Oktober hat die Steinfurtherin ihren Bachelor-Abschluss im Studiengang Ökotrophologie gemacht - mit Auszeichnung. Nun steht das Master-Studium der Ernährungswissenschaften an: »Ich habe eine Zulassung zum April bekommen und freue mich sehr darüber.«

Bis dahin macht Sina ein Praktikum in der Diabetes-Beratung des Gießener Uni-Klinikums und arbeitet im Max-Planck-Institut in Bad Nauheim. Für die 23-Jährige steht fest: »Ich will nach dem Master auf jeden Fall in den medizinischen Bereich. Diese Arbeit macht Sinn, du kannst etwas bewegen. Nur im Büro am PC zu sitzen, wäre nicht mein Ding.« Momentan sieht sie sich in der Patientenberatung: »Jeder geht anders mit seinem Problem um, und darauf muss man sich individuell einstellen. Aber wenn du mit deinem Hintergrund den Menschen helfen kannst, das ist ein gutes Gefühl.« Sie würde gerne über das Thema Diabetes Vorträge halten und Schulungen leiten, um den Patienten Wege aufzuzeigen, besser mit ihrer Krankheit umzugehen. Dabei kämen ihr die Erfahrungen als Rosenkönigin zugute: »Meine Aufgaben haben mir geholfen, selbstsicherer zu werden, wenn ich vor Menschen spreche. Man wächst da rein.« So sei sie bei der Vorstellung ihrer Bachelor-Arbeit, die direkt nach dem Ende der Landesgartenschau anstand, selbst etwas erstaunt gewesen, wie souverän sie ihre Arbeit präsentiert habe.

Die Familie ist der 23-jährigen Studentin besonders wichtig

Da Sina an der Uni Gießen studiert, wohnt sie dort unter der Woche in einer WG mit zwei anderen jungen Frauen. »Wir sind alle drei ziemlich beschäftigt, aber wir nehmen uns oft die Zeit, gemeinsam zu kochen. Das ist schön so. Ich hätte keine Lust, alleine zu wohnen.« Am Wochenende fährt sie nach Hause. Die Familie ist der 23-Jährigen besonders wichtig: »Sie unterstützt mich auch bei meinen Auftritten als Rosenkönigin. Sie versuchen immer, dabei zu sein und helfen, wo sie können.« Möglichst viel Zeit schaufelt Sina sich außerdem für ihre Freundinnen frei und natürlich für ihren Freund. Mit dem war sie kürzlich eine Woche Skifahren in Österreich: »Sonnenschein, Schnee, Erholung - das war toll.« Dort konnte sie gleich zwei ihrer Hobbys miteinander verbinden, Skifahren und Reisen. Außerdem geht Sina gerne Schwimmen und ins Fitnessstudio. Das Reisen aber steht weit oben auf ihrer Liste. »Mein Wunsch ist, einmal für mehrere Wochen durch Thailand zu reisen. Oder Brasilien oder Afrika. Und ich möchte nach Südfrankreich zum Surfen. Wellenreiten habe ich in Australien gelernt.« Bei all der Weltenbummelei freut Sina Möller sich immer wieder, nach Hause zu kommen. »Wenn ich heimkomme, stelle ich fest, wie schön Bad Nauheim und Steinfurth sind. Ich schwärme auch immer überall davon. Ich bin froh, eine Heimatstadt zu haben.«

Diese wird Sina noch ein Jahr lang als Rosenkönigin repräsentieren. »Jetzt ist das erste schon rum«, sagt sie etwas wehmütig. »Aber ich freue mich auf das zweite Jahr. Im Winter ist es doch ruhiger geworden, und es fehlt mir schon ein bisschen.« Natürlich werde dieser Sommer nicht vergleichbar mit dem letzten sein, wo die Landesgartenschau in Bad Nauheim veranstaltet wurde. »Ich bin wirklich froh, die LGS als Rosenkönigin erlebt zu haben«, sagt Sina. »Das war einmalig.« Aber auch im Sommer stehen viele Veranstaltungen auf dem Programm. Der Höhepunkt für das Rosendorf Steinfurth werden die Rosentage vom 17. bis 19. Juni sein.

Als einprägsam schönes Erlebnis zum Abschluss des Jahres 2010 beschreibt sie die Eröffnung des Christkindlmarkts im Sprudelhof. »Bei solchen Veranstaltungen kann man wirklich deutlich sehen, wie viel Arbeit dahintersteckt.« Das ehrenamtliche Engagement der Bürger beeindrucke sie besonders. Früher habe sie das nicht so geschätzt, aber durch den internen Einblick als Rosenkönigin sehe sie die viele Freiwilligenarbeit, die bei der Organisation solcher Veranstaltungen geleistet werde.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos