24. Oktober 2018, 16:15 Uhr

Züge im 15-Minuten-Takt

Neuer RMV-Fahrplan: Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Am Mittwochnachmittag stellte der RMV den neuen Fahrplan vor. Besonders der S-Bahnverkehr soll zu stark frequentierten Pendlerzeiten deutlich verstärkt werden. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.
24. Oktober 2018, 16:15 Uhr
(Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Am Mittwoch stellte der RMV in Wiesbaden den neuen Fahrplan vor. Besonders der S-Bahnverkehr soll zu stark frequentierten Pendlerzeiten deutlich verstärkt werden. Unter anderem mit 14 zusätzlichen S-Bahn-Zügen will der RMV sein Angebot ausbauen. Hinzu kommen neue, schnellere Regionalzug-Verbindungen etwa aus dem Rheingau oder Mainz nach Frankfurt. Auch vier neue Expressbuslinien werden unterwegs sein. Die Änderungen gelten zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember.

Die S-Bahnen werden außerdem auf den Linien S1, S2, S5 und S6 abends eine Stunde länger, also bis 20 Uhr, im 15-Minuten-Takt unterwegs sein. Auf der am stärksten nachgefragten Linie S1 beginnt der 15- Minuten-Takt zwischen Frankfurt-Höchst und Offenbach Ost bereits mittags ab 13 Uhr. »Perspektivisch wollen wir tagsüber durchgängig Verbindungen im Viertelstundentakt anbieten«, sagte RMV-Chef Knut Ringat. Mit der Ausweitung der Hauptverkehrszeit gehe man jetzt den ersten Schritt.

 



 

Das Ziel des RMV sei, zwischen 5 und 10 Uhr, sowie von 13 bis 20 Uhr die bislang übervollen Züge zu entlasten. Dafür sollten auch Langzüge eingesetzt werden. „Besonders für Pendlerinnen und Pendler aus der Region sind häufige Fahrten mit einem ausreichendem Sitzplatzangebot wichtig“, sagt Ulrich Krebs, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im RMV.

Auch nach der Umstellung auf den neuen Fahrplan solle das Angebot bei Bus und Bahn weiter ausgebaut werden, so Ringat. Hintergrund seien das Bevölkerungswachstum und steigende Pendlerzahlen im Ballungsgebiet Rhein-Main. Auch vor dem Hintergrund drohender Dieselfahrverbote wolle der RMV seinen Beitrag dazu leisten, dass mehr Pendler auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Der Verkehrsverbund transportiert im Moment täglich rund 2,5 Millionen Fahrgäste.

 

Eine Auswahl der wichtigsten Fahrplanänderungen im Überblick:

S-Bahnen:

  • S1: Ausweitung des 15-Minuten-Taktes zwischen Frankfurt-Höchst und Offenbach Ost montags bis freitags ab 13 Uhr und samstags bis 19 Uhr sowie zwischen Hochheim/Flörsheim und Rödermark Ober-Roden montags bis freitags bis 20 Uhr. Neue Frühfahrten montags bis samstags um 3:58 Uhr und sonn- und feiertags um 6:58 Uhr ab Rödermark Ober-Roden bis Wiesbaden. In Hochheim halten zukünftig die Expresszüge der Linien RE4 und RE14, so dass 16 neue Direktverbindungen nach Frankfurt und Mainz bestehen, die 7 bisherige Fahrten der S1 nach Frankfurt ersetzen.
  • S3: Der Halbstundentakt an Sonn- und Feiertagen von und nach Darmstadt beginnt eine Stunde früher gegen 6 Uhr.
  • S5: Der 15-Minuten-Takt wird zwischen Bad Homburg und Frankfurt montags bis freitags bis 20 Uhr ausgeweitet. Zudem sind bei zusätzlichen Fahrten am Wochenende zwei gekoppelte Fahrzeuge unterwegs.
  • S6: Zwischen Groß-Karben und Frankfurt montags bis freitags bis 20 Uhr im 15-Minuten-Takt.
  • S8/S9: Auch unter der Woche nachts im durchgängigen Halbstundentakt zwischen Frankfurt Flughafen und Frankfurt Konstablerwache, am Wochenende wird der durchgängige Nacht-Halbstundentakt zwischen Frankfurt Flughafen und Offenbach Ost gefahren.

 

Regionalbahnen:

In Mittelhessen sorgt der Fahrplanwechsel vor allem für neue Spätfahrten in den Wochenendnächten. Außerdem gibt es abends wie morgens in Wetzlar eine gute Umsteigemöglichkeit vom RE99-Sprinter ins gesamte Dilltal.

  • RE30 »Main-Weser-Bahn« (Frankfurt – Gießen – Marburg – Kassel): Der Spätzug ab Frankfurt Hauptbahnhof um 23:24 Uhr fährt jetzt auch an Sonn- und Feiertagen durchgehend bis Kassel.
  • RB40/RE99 »Dillstrecke« (Frankfurt – Wetzlar – Dillenburg – Siegen): Der Pendlerzug ab Frankfurt Hauptbahnhof um 17:31 Uhr bekommt in Wetzlar einen Anschluss an eine RegionalBahn, mit welcher man zu allen Unterwegsstationen bis Dillenburg kommt.
  • RB42 »Burgwaldbahn« (Marburg – Frankenberg): Besserer Anschluss an den RE von/nach Frankfurt mit neuer Spätfahrt montags bis freitags um 22:29 Uhr ab Marburg bis Frankenberg sowie neuer Fahrt an Sonn- und Feiertagen um 9:39 Uhr ab Frankenberg bis Marburg.
  • RB45 »Vogelsbergbahn« (Gießen – Alsfeld – Fulda): Verlängerung der Fahrt montags bis freitags um 14:20 Uhr ab Gießen bis Mücke sowie in der Rückrichtung ab Mücke um 15:04 Uhr bis Gießen. Außerdem neue Spätfahrt in den Wochenendnächten um 0:11 Uhr ab Gießen bis Alsfeld.
  • RB45 „Vogelsbergbahn“ (Fulda – Alsfeld – Gießen): Verlängerung der Fahrt ab Fulda in den
    Wochenendnächten um 22 Uhr bis Gießen.
  • RB46 »Lahn-Kinzig-Bahn« (Gießen – Nidda – Gelnhausen): Die Bahnen fahren an Werktagen eine Stunde länger im Stundentakt zwischen Nidda und Gelnhausen. In den Wochenendnächten verlängerte Spätfahrten von Nidda gegen 23 Uhr bis Gießen und Gelnhausen sowie neue Spätfahrten von Gießen um 0:11 Uhr und Gelnhausen um 0:12 Uhr bis Nidda.
  • RB96 »Hellertalbahn« (Betzdorf – Dillenburg): Zusätzliche Fahrt am Samstagabend, sodass die letzte Fahrt einheitlich jeden Tag in Dillenburg um 19:44 Uhr ankommt und um 20:16 Uhr abfährt.
  • RB45 »Lahntalbahn« (Limburg – Weilburg – Wetzlar – Gießen): Der samstägliche Stundentakt wird auf das ganze Jahr ausgeweitet (bisher nur Sommersaison). Zudem gibt es neue Spätfahrten in den Wochenendnächten von Limburg um 0:28 Uhr nach Weilburg sowie von Gießen um 0:21 Uhr über Wetzlar und Weilburg bis Limburg.

 

Expressbuslinien:

  • X27 (Königstein – Karben – Nidderau): Wird über Groß-Karben hinaus nach Nidderau verlängert.
  • X39 (Alsfeld – Treysa): Aus der Linie 396 wurde eine neue Expressbuslinie mit schnelleren
    Fahrzeiten entwickelt, die an Werktagen im Stundentakt fährt. Die Linie 396 bleibt weiterhin bestehen
    und enthält die Schülerverkehre sowie die ALT-Verkehre.

Info

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund

Immer mehr Menschen steigen in die Busse und Bahnen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) ein. 1996 waren es 530 Millionen Fahrgäste, vergangenes Jahr bereits 754 Millionen. Der RMV deckt eine Fläche von rund 14 000 Quadratkilometer mit rund fünf Millionen Einwohnern ab und gehört damit zu den größten Verkehrsverbünden bundesweit. Er koordiniert und organisiert den regionalen Bus- und Bahnverkehr in einem Gebiet, das etwa zwei Drittel der Fläche Hessens abdeckt - und das auch nach Rheinland-Pfalz hineinreicht. Gesellschafter des RMV sind 15 Landkreise, elf Städte sowie das Land Hessen. (dpa)

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