07. Januar 2020, 19:42 Uhr

Neue Forschungsmissionen im All

07. Januar 2020, 19:42 Uhr
Die Computerzeichnung zeigt den Solar Orbiter vor der Sonne. FOTO: ATG MEDIALAB/ESA/DPA

Darmstadt (dpa). Sonne, Mond und Sterne: Die Experten der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA blicken auf die Erde, aber auch weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus. Ihre Astronauten forschen auf der Internationalen Raumstation ISS, Teleskope und Satelliten liefern Daten aus dem Weltraum. Mehr als 20 Satelliten hat die ESA derzeit im All, die meisten werden von der Einsatzzentrale ESOC in Darmstadt aus gesteuert.

Mit einem Haushalt von mehr als 14 Milliarden Euro für die kommenden Jahre hat der Raumfahrtverbund von 22 europäischen Staaten bereits spektakuläre Missionen wie das Einsammeln von Weltraumschrott angekündigt. Einige beginnen schon 2020.

Der »Solar Orbiter« startet voraussichtlich am 6. Februar von Cape Canaveral aus und macht sich auf den Weg zur 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne. Die nach Angaben des zuständigen Flugdirektors Andrea Accomazzo rund eine Milliarde Euro teure Mission soll einen Blick auf bislang weniger bekannte Regionen der Sonne werfen und nähere Erkenntnisse über Strahlungen und Sonneneruptionen liefern.

»Exomars« soll zusammen mit einer bereits 2016 gestarteten Mission der Frage nachgehen, ob es Leben auf dem Mars gab. Dafür soll die Mission einen Rover mit zum Roten Planeten nehmen. Der Start ist für Juli/August geplant, die Ankunft auf dem Planeten für März 2021.

Im November soll »Sentinel 6« starten und später die Entwicklung des Meeresspiegels messen. Änderungen beim Meeresspiegel sind ein Schlüsselindikator für den Klimawandel. Die Daten sind laut ESA auch wichtig zum Schutz der Küstengebiete und für die Sicherheit des Seeverkehrs.

Nach kleinen Startschwierigkeiten hob am 18. Dezember die »Cheops«-Mission vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. »Cheops« soll helle Sterne beobachten, von denen bekannt ist, dass sie von Planeten umkreist werden. Diese Exoplaneten soll der Satellit dann näher analysieren.

Im Oktober 2018 startete die Raumsonde »Bepicolombo« ihre sieben Jahre dauernde Reise zum sonnennächsten Planeten Merkur. Mit ihren zwei Satelliten an Deck soll sie ab Dezember 2025 die Oberfläche und das Magnetfeld des Himmelskörpers untersuchen. Das europäisch-japanische Gemeinschaftsprojekt soll dazu beitragen, die Ursprünge des Sonnensystems zu verstehen.

Bereits im Dezember 2013 startete die Raumsonde »Gaia« , um eine dreidimensionale Karte unserer Galaxie, der Milchstraße, zu erstellen. Nach ESA-Angaben hat die Mission den bislang umfangreichsten Sternenkatalog mit genauen Positionsmessungen und Abständen von mehr als einer Milliarde Sternen erbracht.

»Aeolus« startete im August 2018 und ist der ESA zufolge die erste Satellitenmission, die weltweit Windprofile der Erde erfasst. Die Daten der Mission helfen Meteorologen, die Wettervorhersagen zu verbessern.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Einsatzleitzentralen
  • Europäische Weltraumorganisation
  • ISS
  • Missionen
  • Planeten
  • Satelliten
  • Sonnensystem
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.