Hessen

Nach Suizid auf Gleisen kein Schadensersatz

- Nach einem Suizid auf Bahngleisen sind die Erben des oder der Getöteten nicht zum Schadensersatz gegenüber dem betroffenen Lokführer verpflichtet. Voraussetzung sei, dass der Getötete vor dem Suizid aufgrund seines Geisteszustandes nicht schuldfähig gewesen sei, teilte das Frankfurter Oberlandesgericht gestern seinen Entschluss mit.
14. Juli 2020, 22:40 Uhr
DPA

- Nach einem Suizid auf Bahngleisen sind die Erben des oder der Getöteten nicht zum Schadensersatz gegenüber dem betroffenen Lokführer verpflichtet. Voraussetzung sei, dass der Getötete vor dem Suizid aufgrund seines Geisteszustandes nicht schuldfähig gewesen sei, teilte das Frankfurter Oberlandesgericht gestern seinen Entschluss mit.

Im Jahr 2013 hatte ein Güterzug zwischen Geisenheim und Rüdesheim eine Person auf dem Gleisbett erfasst, diese wurde getötet. Der Lokführer war daraufhin knapp zwei Jahre lang als arbeitsunfähig krankgeschrieben. Für die Behandlungskosten und die Fortzahlung des Gehalts wurde auf einen Schadensersatz von etwa 90 000 Euro geklagt, das Landgericht lehnte dies jedoch ab. Auch die Berufung hatte nun keinen Erfolg. dpa

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