22. November 2011, 09:33 Uhr

Mit Lichterkette Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt

Wetzlar (gge). Mit einer Lichterkette haben am Sonntag in Wetzlar rund 150 Menschen ein Zeichen gegen Terror und Rechtsextremismus gesetzt. Sie hatten sich auf der großen Brücke, die den Stadtteil Niedergirmes mit der Wetzlarer Innenstadt verbindet, zusammengefunden.
22. November 2011, 09:33 Uhr
Mit einer Lichterkette wollten rund 150 Menschen in Wetzlar ein Zeichen gegen Terror und Rechtsextremismus setzen. (Foto: gge)

In Niedergirmes leben besonders viele Einwohner mit türkischen Wurzeln. Das »Bündnis gegen Nazis in Wetzlar« hatte zu dieser Demonstration für ein friedliches Miteinander aufgerufen.

Bunte und vielfältige Stadt

Dessen Sprecher Joachim Schäfer freute sich über die Unterstützung durch den Deutschen Gewerkschaftsbund, SPD, Grüne, Attac, den Ausländerbeirat sowie den sozialethischen Ausschuss der Kirchenkreise Wetzlar und Braunfels. Er erinnerte an die Mordopfer der sogenannten Zwickauer Zelle und wandte sich gegen die Diskrimierung von Minderheiten aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder der Religionszugehörigkeit. Bürgermeister Manfred Wagner (SPD) hob Wetzlar als Modellregion der Integration hervor. »Wir wollen eine bunte und vielfältige Stadt«, sagte er und bezeichnete die Lichterkette als wichtiges und gutes Zeichen. Der Verfassungsschutz habe im Zusammenhang mit der Mordserie eine Rolle gespielt, welche die Zweifel am Rechtsstaat nähre, übte er scharfe Kritik an dieser Institution.

Die Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk (Grüne) mahnte eine gemeinsame Sprache, »weil uns die Morde gemeinsam erschüttern«. Sie seien ein Angriff auf uns alle.

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