02. Mai 2018, 20:07 Uhr

Mehr Sozialwohnungen benötigt

02. Mai 2018, 20:07 Uhr
Die Nachfrage nach bezahlbarem und angemessenem Wohnraum steigt. Deshalb will das Land den Bau von Sozialwohnungen noch weiter fördern. (Foto: dpa)

Wiesbaden (dpa/lhe). Mit zusätzlichen Anreizen für Investoren will die hessische Landesregierung erreichen, dass mehr Sozialwohnungen im Land gebaut werden. Bauträger sollen unter anderem bessere Konditionen für Förderdarlehen und höhere Zuschüsse bekommen, wie Wohnungsbauministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden ankündigte. Lässt ein Investor die neu entstandenen Wohnungen 25 statt 20 Jahre verbindlich als Sozialwohnung bestehen, erhöhe sich der Zuschuss zusätzlich. Außerdem seien die Richtlinien übersichtlicher und von allzu bürokratischen Vorgaben entrümpelt worden, sagte Hinz.

Die Frage nach einer bezahlbaren und angemessenen Wohnung sei eines der drängendsten Probleme vieler Bürger, sagte Hinz. Laut Prognosen des Ministeriums entsteht bis 2040 ein Bedarf von mehr als 500 000 Wohnungen. Allein bis 2020 unterstützt Hessen den sozialen Wohnungsbau mit 1,7 Milliarden Euro.

Die nun reformierten Richtlinien für die Förderung treten voraussichtlich im Sommer in Kraft. Die Programme würden überwiegend von Baugesellschaften und Baugenossenschaften in Anspruch genommen, die sich per Satzung auch um den sozialen Wohnungsbau kümmern müssen, sagte Hinz. »Im Moment kann keiner so schnell bauen, wie Wohnungen benötigt werden.«

Das Land unterstützt den Bau von bezahlbarem Wohnraum zusätzlich mit einer »Baulandoffensive«. Denn vielerorts finden Investoren keine geeigneten Grundstücke. Derzeit würden 18 brachliegende Flächen in insgesamt 15 Kommunen geprüft, erläuterte die Ministerin. Auf den Grundstücken könnten 6250 neue Wohnungen entstehen.

Seine eigenen Flächen gibt das Land besonders günstig ab, wenn der Bauträger einen bestimmten Prozentsatz der Fläche für Sozialwohnungen reserviert. Die Studentenwerke könnten sich beim Bau neuer Studentenwohnheime die Kosten für das Grundstück sparen, sagte Hinz.

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