25. Mai 2010, 18:16 Uhr

Mänzenberg: Spektakel im Tintenfass

Münzenberg (bd). An den Pfingsttagen war die Burg Münzenberg, das »Wetterauer Tintenfass«, wieder einmal Anlaufpunkt für viele Freunde des mittelalterlichen Lebens, für Liebhaber von Minnesang, ritterlichem Kampfe, buntem Markttreiben und »Tandaradey«. Zum wiederholten Male hatte die »Freye Ritterschaft« der Burgenstadt zu ihrem »Mittelalterlichen Spektakulum« eingeladen.
25. Mai 2010, 18:16 Uhr
Ihre Musik ist »Teufelswerk«: Diese Gruppe Spielleute hat nach eigenem Bekunden einen Pakt mit dem Belzebub geschlossen. (Foto: bd)

Münzenberg (bd). An den Pfingsttagen war die Burg Münzenberg, das »Wetterauer Tintenfass«, wieder einmal Anlaufpunkt für viele Freunde des mittelalterlichen Lebens, für Liebhaber von Minnesang, ritterlichem Kampfe, buntem Markttreiben und »Tandaradey«. Zum wiederholten Male hatte die »Freye Ritterschaft« der Burgenstadt zu ihrem »Mittelalterlichen Spektakulum« eingeladen.

Die Sonne meinte es gut mit den Rittersleuten, und so gaben sich von Samstag bis Montag laut Veranstalter über 8000 Burgbesucher die Klinke der Eingangspforte in die Hand und pilgerten hinauf in den Innenhof der mächtigen Stauferruine. Entsprechend erschöpft waren Vereinshelfer und Akteure am Ende der drei »tollen« Tage.

Im Innenhof der Burg empfing eine mächtige Stimme die Ankömmlinge. Ein in authentisches Gewand gehüllter Herold gab kund, welche Besonderheiten auf die Besucher warteten. Troubadoure und Musikgruppen sorgten für die zeitgenössische Vertonung, Tanzgruppen zeigten ihre Schreittänze zu anmutigen Klängen, stolze Ritter, verwegene Schwertkämpfer und holde Frauen schritten umher.

Viele Kinder ließen sich vom Programm und den Angeboten verzaubern, Bogenschützen ihre Pfeile schwirren. Eine Märchenerzählerin wusste wundersame Geschichten zu berichten, mittelalterliche Runen wurden verlesen, ein Goldschmied und ein Korbflechter zeigten ihre Künste. Durch die Lüfte waberten allerlei köstliche Gerüche von Met und Fleisch. Ein eiserner Schandkorb öffnete sich für unehrenhafte Besucher (und für alle, die einmal in luftiger Höhe ihre Strafe absitzen wollten). An mehreren Ständen gab es Ritterkleidung (nicht nur Kettenhemden, auch Leichteres) zu kaufen.

Am Westturm maßen tapfere Recken ihre Kräfte bei Schwertkämpfen. Wem der Trubel zu viel wurde, suchte sich ein ruhiges Plätzchen, ließ das Treiben auf sich wirken oder schaute von den Zinnen der Burg und vom Besucherturm herab auf die gelben Rapsfelder, grünen Wiesen und bläulich schimmernden Wälder.

Derweil zog ein unablässiger Strom von Besuchern die Fußwege zur Burg hinauf. Viele nutzten die Gelegenheit, nach den Heerlagern zu sehen, die um die Burg verteilt waren. Auf den Wiesen waren etwa 170 Zelte aufgebaut, in denen die meisten der Akteure nächtigten.

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