Hessen

Landwirte machen ihrem Ärger Luft

Mainz - Hunderte Landwirte haben am Donnerstag mit ihren Traktoren in der Mainzer Innenstadt gegen die Agrarpolitik protestiert. Nach Polizeiangaben waren am Morgen 600 Bauern mit ihren Treckern angereist, teils auch aus Hessen. Es kam zeitweise zu Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet und auf Autobahnauffahrten.
05. März 2020, 21:06 Uhr
DPA
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Die verschärfte Düngemittelverordnung treibt die Landwirte in ganz Deutschland seit Monaten um. FOTO: DPA

Mainz - Hunderte Landwirte haben am Donnerstag mit ihren Traktoren in der Mainzer Innenstadt gegen die Agrarpolitik protestiert. Nach Polizeiangaben waren am Morgen 600 Bauern mit ihren Treckern angereist, teils auch aus Hessen. Es kam zeitweise zu Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet und auf Autobahnauffahrten.

Ursprünglich sollte mit einer Doppel-Demo in Mainz und Wiesbaden für den Erhalt einer »verantwortungsvollen und nachhaltigen heimischen Landwirtschaft« auf die Straße gegangen werden, wie »Land schafft Verbindung« in Hessen und Rheinland-Pfalz vorab mitgeteilt hatte. Doch auf hessischer Seite wurde die Aktion wegen des Coronavirus von Veranstalterseite - also von der Initiative und dem hessischen Bauernverband - kurzfristig abgesagt.

Die Bauern machten in Mainz ihrem Ärger auch mit Transparenten an ihren Traktoren Luft. Darauf stand beispielsweise: »Butter, Brot und Bier machen wir«, »Belastbare Daten statt belastete Familien« oder »Freiheit & Zukunft statt Biosphäre & Öko-Diktat«. »Was uns derzeit entgegenschlägt, nimmt uns die Luft zum Atmen«, sagt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt. Nötig sei eine Wende in der Umweltpolitik.

Hintergrund der Proteste ist unter anderem eine geplante Verschärfung der Düngemittelverordnung. Sie steht Anfang April im Bundesrat zur Abstimmung. dpa

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