14. Dezember 2012, 16:33 Uhr

Kontrolleure des RP knabbern von Amts wegen

Gießen (pm). Jetzt ist wieder Walnusszeit. Beliebt sind die braunen Schalenfrüchte mit dem lateinischen Namen Juglans regia aber nicht nur auf dem Weihnachtsteller, sondern auch wegen ihres hohen Gehaltes an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren.
14. Dezember 2012, 16:33 Uhr
Die Walnüsse werden im Sortierbrett ausgelegt und von den Qualitätskontrolleuren genau unter die Lupe genommen. (Foto: pm)

Damit dem Knabberspaß keine Grenzen gesetzt sind, überprüfen die Qualitätskontrolleure des für Mittelhessen zuständigen Regierungspräsidiums (RP) Gießen regelmäßig die in Hessen eintreffenden Walnusslieferungen. Dafür werden im Großhandel oder in Verteilerzentren repräsentative Proben entnommen und zu je einhundert Stück mittels eines Walnuss-Sortierbrettes begutachtet.

Anschließend werden die Nüsse geknackt und erneut in einem solchen Brett ausgelegt: Sobald mehr als zehn Nusskerne verfärbt, runzelig oder wurmstichig sind oder sogar Schimmelbefall aufweisen, wird die Lieferung durch die Experten beanstandet und vernichtet. Genügt die Ware den äußerlichen Qualitätsanforderungen durch Inaugenscheinnahme, erfolgt die Überprüfung des Geschmacks. Hierfür werden die Früchte stichprobenartig verkostet. Auch hierbei gilt, dass die Partie beanstandet wird, wenn sich die Nüsse als faulig oder ranzig schmeckend erweisen.

Frei von Schimmel und Insekten

Wie Silke Schiller vom Regierungspräsidium rät, sollte beim Kauf von Walnüssen unbedingt beachtet werden, dass die Schale der Nuss vollständig geschlossen ist und keinerlei Verunreinigungen zu sehen sind. Denn durch Öffnungen in der Schale und Anhaftungen könnten Schadinsekten oder Pilzsporen eindringen, die den Verderb der Nusskerne beschleunigen. Außerdem weist die Expertin darauf hin, dass nur trockene Nüsse unbeschadet eine längere Lagerzeit überstehen. Die ganze Walnuss sollte außerdem frei von Schimmel und Insekten sein.

Schon vor 9000 Jahren wurden Walnüsse gesammelt, getrocknet und vielfältig verarbeitet. Heute werden sie meistens in großen Plantagen angebaut. Wenn die grüne, fleischige Umhüllung sich von der Schale löst, kann geerntet werden. Die Bäume werden geschüttelt, die Früchte aufgelesen, gewaschen, sortiert und getrocknet. Danach beginnt die eigentliche Verarbeitung. Die Nüsse werden desinfiziert, nach Größe sortiert und nochmals gewaschen und gebleicht. Im Handel zu finden sind sogenannte Grüne Walnüsse, das sind die frischen und noch ungetrockneten Früchte. Angeboten werden aber auch die weithin verbreiteten und bekannten getrockneten Walnüsse in der Schale sowie Nusskerne.



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